Ärzte Zeitung, 01.03.2005

Neue Wege aus dem Schmerz

Rezeptor im Rückenmark von Mäusen identifiziert

ERLANGEN (ddp). Wie Schmerzen künftig wirksam und ohne gefährliche unerwünschte Wirkungen gelindert werden können, erforschen Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg.

Die Arbeitsgruppe um Professor Hanns Ulrich Zeilhofer vom Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie hat im Rückenmark von Mäusen einen Rezeptor identifiziert, der eine wichtige Bedeutung bei der Weiterleitung von Schmerzreizen hat.

Medikamente, die diesen Rezeptor gezielt blockieren, könnten ebenso wirksam sein wie herkömmliche Schmerzmittel - zusätzlich wären sie aber besser verträglich, hat die Universität Erlangen-Nürnberg mitgeteilt.

Mit der Entdeckung der Erlanger Mediziner können nun gezielt neue Medikamente entwickelt werden, die nur den im Rückenmark entdeckten Schmerzrezeptor blockieren. So bleibt die schützende Funktion der Prostaglandine anders als etwa bei einer herkömmlichen Therapie mit Acetylsalicylsäure unangetastet. Bestimmte unerwünschte Wirkungen auf das gastrointestinale System können damit vermieden werden.

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