Direkt zum Inhaltsbereich

Antikörper gegen Botulinumtoxin sind selten

WIESBADEN (ner). Bei einer Behandlung mit Botulinumtoxin A (Botox®) bilden sich nur selten neutralisierende Antikörper gegen das Toxin. Und: Die meisten Patienten, bei denen solche Antikörper nachgewiesen werden, sprechen dennoch gut auf die Therapie an.

Veröffentlicht:

Darauf deuten inzwischen viele Studien hin. So haben Dr. Stuart A. Yablon aus Jackson in den USA und seine Kollegen insgesamt 880 Proben von Patienten aus sechs Doppelblindstudien ausgewertet. Die Studienteilnehmer hatten im Beobachtungszeitraum bis zu 15 Behandlungen mit bis zu jeweils 500 Einheiten des Toxins erhalten, meist wegen zervikaler Dystonie, Kopfschmerzen oder Schlaganfall-bedingten Muskelspasmen.

Nur bei Proben von fünf Patienten (0,6 Prozent) wurden Antikörper gegen das Toxin nachgewiesen. Von diesen Patienten hätten außer einem alle auf die Behandlung angesprochen, hieß es bei einem Kongreß in Wiesbaden.

Bestätigt wird dieses Resultat durch eine Studie, die von Professor Markus Naumann aus Augsburg vorgestellte wurde. Daran hatten 501 Patienten teilgenommen, die aufgrund primärer Hyperhidrosis axillaris mit Botulinumtoxin A behandelt wurden. Von 931 Proben wies nur eine Probe neutralisierende Antikörper auf.

Demzufolge seien neutralisierende Antikörper nur selten der Grund für ein Therapieversagen, so Naumann. Ursachen seien vielmehr eine falsche Erwartungshaltung der Patienten, eine fehlerhafte Diagnose und Muskelanalyse oder eine fehlende Anpassung des Injektionsschemas.

Mehr zum Thema

Randomisierte Studie

Rückenschmerzen: Lumbalorthese wohl „nützliche Zusatzoption“

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Heilung wird nicht gestört

Keine Angst vor Bisphosphonaten bei frischen Frakturen

Allgemeinmediziner gibt Tipps

Ohne MFA läuft wenig: Was beim Impfmanagement wichtig ist

Lesetipps