Ärzte Zeitung, 19.04.2007

DAK klärt verstärkt über Kopfschmerz auf

Gesundheitsreport liefert neue Daten für Hamburg

HAMBURG (di). Die DAK in Hamburg warnt vor einer Bagatellisierung von Kopfschmerzen. Eine Kampagne soll die Bürger in der Hansestadt aufklären.

Kopfschmerzen - unter ihnen leiden häufig Menschen, die einen stressigen Beruf haben. Foto: imago

"Kopfschmerzen und Migräne sind keine Drückeberger-Krankheiten, sondern oft mit hohem Leidensdruck und Leistungseinschränkungen verbunden", sagt Uwe Escher. Wie es im aktuellen Gesundheitsreport der DAK heisst, dauern Zweidrittel aller Fehlzeiten wegen Kopfschmerzen im Schnitt drei Tage. Besorgnis erregend sei, so Escher, dass viele junge Versicherte zwischen 15 und 24 Jahren aufgrund von Kopfschmerzen bei der Arbeit ausfallen.

In Info-Broschüren klärt die DAK nun ihre Versicherten über mögliche Therapieformen bei Migräne sowie über die Rolle von Hausärzten und Kopfschmerzspezialisten bei der Behandlung auf. Besonders häufig werden Kopfschmerzen, so das Fazit des Gesundheitsreports, in Berufen mit hohem Stresspotenzial beobachtet. Weitere Ergebnisse des Reports für Hamburg:

  • Von 1000 Versicherten waren 2006 täglich 28 krank geschrieben. Der Krankenstand lag mit 2,8 Prozent unter dem Bundesniveau (drei Prozent). Zwar dauern die Erkrankungen im Durchschnitt in Hamburg genauso lang wie bundesweit (elf Tage), sie treten aber seltener auf.
  • Das Gesundheitswesen zählt zu den Branchen mit den höchsten Fehlzeiten. Einen höheren Krankenstand gibt es nur noch in der öffentlichen Verwaltung. Niedrige Werte haben die Branchen Bildung, Kultur, Medien, Rechtsberatung und Wirtschaftsprüfung.
  • Jede fünfte Fehlzeit ist auf Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems zurückzuführen. Weitere Ursachen sind Erkrankungen des Atmungssystems und der Psyche. Deren Patientenanteil an den Fehlzeiten ging um 15 Prozent zurück.
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