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Bei akromialem Engpaß hilft Physiotherapie ebenso wie Op

HERNING (ner). Patienten mit subakromialem Impingement-Syndrom kann mit Physiotherapie mindestens ebenso gut geholfen werden wie mit arthroskopischer Dekompression. Die chirurgische Behandlung sei also nicht unbedingt erforderlich, berichten dänische Arbeitsmediziner, Rheumatologen und Orthopäden.

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Sie folgern das aus einem direkten Vergleich der Krankheitsverläufe bei 90 Patienten mit Symptomen des subakromialen Impingement (Engpaß-Syndrom) seit mindestens sechs Monaten. Der Arbeitsmediziner Dr. Jens Peder Haahr und seine Kollegen vom Herning Hospital in Dänemark hatten sie einer von zwei Therapiegruppen zugeteilt (Ann Rheum Dis 64, 2005, 760).

45 Patienten erhielten Hitze- oder Kältebehandlungen sowie Übungen zur Kräftigung der Schultermuskulatur in insgesamt 19 Physiotherapie-Sitzungen. Bei den anderen 45 Patienten entfernten Orthopäden per Arthroskopie die subakromiale Bursa und resezierten Teile des Akromions sowie des Ligamentum coracoacromiale, gefolgt von Bewegungs- und Kräftigungsübungen der Rotatorenmanschette.

Die Messungen während der Nachbeobachtung im Verlauf von einem Jahr mit Hilfe von Schmerzskalen und Dysfunktions-Skalen ergaben ähnlich gute Ergebnisse. So stieg der Constant Shoulder Score, eine 100-Punkte-Skala zur Beurteilung von Schmerzen, Alltagsaktivitäten, Bewegungsfähigkeit und Muskelkraft, von initial durchschnittlich 34 Punkten nach einem Jahr auf 57 Punkte unter Physiotherapie und 53 Punkte nach Operation.

Dieser Unterschied war nicht signifikant. Jeweils zehn Patienten in beiden Gruppen erreichten einen Wert von 80 oder mehr Punkten. Eine Schwäche der Studie war allerdings, daß jene Physiotherapeuten, die die Physiotherapie-Gruppe betreut hatten, auch die endgültige Beurteilung vorgenommen hatten. Zwei Patienten verschlechterten sich unter konservativer Behandlung, acht unter chirurgischer Therapie.

Bevor endgültige Empfehlungen zur konservativen Therapie ausgesprochen werden könnten, müsse jetzt noch geklärt werden, welche Subgruppen von Impingement-Patienten von welcher Behandlung am meisten profitierten, so Haahr und seine Mitarbeiter.

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