Ärzte Zeitung, 18.03.2010

Osteoimmunologie: Das Immunsystem greift Knochen an

DRESDEN (eb). Forscher der Medizinischen Klinik und Poliklinik III des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus sind den Veränderungen des Knochenstoffwechsels bei Morbus Bechterew auf der Spur. Etwa ein Prozent der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland leidet an Morbus Bechterew. Stoffwechselprozesse im Knochen sind ein Forschungsschwerpunkt von Dr. Martina Rauner und Professor Lorenz Hofbauer von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III.

Die beiden Wissenschaftler erhielten die Zusage für ein Forschungsprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Ziel dieses Projektes ist, die Veränderungen im Knochenstoffwechsel bei Morbus Bechterew zu erforschen. Die Frage, wie weit die Entzündungsreaktion zum Knochenverlust beiträgt, steht in dem Forschungsprojekt im Vordergrund.

Erforscht wird diese zunächst in einem Tiermodell des Morbus Bechterew, an HLA-B27 transgenen Ratten. HLA-B27 ist ein entscheidender Risikofaktor für den Morbus Bechterew. Ratten, die menschliches HLA-B27 auf ihren Zellen tragen, bekommen eine dem Morbus Bechterew ähnliche chronische Entzündung der Wirbelsäule.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Stromstimulation hilft Gedächtnis auf die Sprünge

US-Forscher haben mit einer speziellen Wechselstromstimulation das Arbeitsgedächtnis von über 60-Jährigen auf das Niveau von 20-Jährigen gehoben – zumindest für kurze Zeit. mehr »

Aufklärung alleine verpufft

Nicht nur zu Ostern locken Schokolade und Co.: Laut DONALD-Studie liegt der Zuckerverzehr gerade bei Kindern und Jugendlichen noch immer über der WHO-Empfehlung. Forscher sehen hier die Politik in der Pflicht. mehr »

Länger geguckt, eher gekauft

Menschen treffen irrationale Kaufentscheidungen, so eine Studie: Allein eine lange Betrachtungsdauer lässt Personen eher zugreifen – selbst, wenn das Produkt schlecht ist. mehr »