Ärzte Zeitung, 20.10.2014

Osteoporose

3-Punkte-Plan zur Prävention

In jungen Jahren wird die Basis für starke Knochen gelegt. Experten verrraten, was man selbst dazu tun kann.

BERLIN. Einer Studie zufolge sind in Deutschland 6,3 Millionen Menschen an Osteoporose erkrankt, davon 1,1 Millionen Männer. Zum Welt-Osteoporosetag am 20. Oktober erinnert die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) an den 3-Punkte-Plan zur Bildung und zum Erhalt starker Knochen.

Diese Tipps zur Senkung des Osteoporoserisikos gelten auch schon für jüngere Menschen, weil bei ihnen der Grundstein für starke Knochen im Alter gelegt werde.

Kalziumreiche Ernährung mit Milchprodukten, kalziumreichem Mineralwasser, Gemüse wie Brokkoli, Fenchel und Grünkohl sowie Nüssen oder Kräutern wie Schnittlauch und Petersilie. Dagegen greifen radikale Diäten, zu viel Phosphor, wie es in Cola, Schokolade oder gerösteten Erdnüssen enthalten ist, die Knochen an.

Aufenthalt im Freien zur Anregung der körpereigenen Vitamin-D-Bildung: mindestens eine halbe Stunde täglich bei Sonneneinstrahlung auf Gesicht und Hände.

Bei geringer Exposition sei die Einnahme von 800 bis 1.000 Einheiten Vitamin D ratsam. Auch für die dunkle Jahreszeit empfehlen die Orthopäden und Unfallchirurgen unterstützend Vitamin D.

Sport: Muskeln regen die Knochen an, mehr Kalzium einzulagern, und entlasten gefährdete Knochen. Jüngeren Menschen wird Krafttraining, Gymnastik und Schwimmen empfohlen, älteren auch Walking und Wandern.

Die Leitlinie Osteoporose sieht zudem ab dem 70. Jahr jährlich eine Sturzanamnese vor. Wichtig sei auch die Früherkennung einer Osteoporose, um mit einer leitliniengerechten medikamentösen Sekundärtherapie Knochenbrüche zu verhindern, so die DGOU. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

"Die Haltung der Kassen ist irrational"

Die Vertragsärzte kauen schwer am schwachen Ergebnis der Honorarverhandlungen für 2018. Es sei fraglich, ob der aktuelle Mechanismus auf Dauer ein geeignetes Preisfindungsinstrument sei, so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »