Rheuma

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Modul: Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis und ihrer Komorbiditäten

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Ärzte Zeitung, 05.10.2005

Methotrexat-Kombitherapie ist der Monotherapie überlegen

TNF-alpha-Hemmer als Kombinationspartner in drei Studien geprüft /  Radiologisch sichtbare Gelenkzerstörung wird gehemmt

DRESDEN (awa). Die fortschreitende Gelenkzerstörung zu hemmen, ist das Hauptziel einer Therapie bei rheumatoider Arthritis. Methotrexat kann die im Röntgenbild erkennbare progressive Destruktion verzögern oder sogar verhindern, vor allem in Kombination mit einem TNF-alpha-Hemmer.

Darauf hat Professor Rolf Rau von der Rheumaklinik des Evangelischen Fachkrankenhauses Ratingen beim Rheumatologen-Kongreß in Dresden hingewiesen. Im Vergleich zu anderen Basistherapeutika - außer parenteralem Gold, das ähnlich wirksam sei - hemme Methotrexat die im Röntgenbild erkennbare Krankheitsprogression stärker, so Rau bei einer vom Unternehmen Medac unterstützten Veranstaltung.

Und im Vergleich zu TNF-alpha-Hemmer sei Methotrexat (Metex®) klinisch kaum oder nicht unterlegen, auch wenn TNF-alpha-Hemmer die Röntgenprogression stärker hemmten.

Rau verwies auf Studien, in denen Methotrexat, Etanercept und Adalimumab als Monotherapien verglichen worden waren, außerdem die Monotherapie mit Methotrexat mit der Kombination von Methotrexat plus TNF-alpha-Antagonisten.

In diesen Studien seien jeweils die Patienten mit Methotrexat-Monotherapie benachteiligt gewesen: Die Anfangsdosis von 7,5 mg Methotrexat pro Woche über sechs bis zwölf Wochen sei zu niedrig gewesen, erläuterte Rau. Nur bei anhaltender Krankheitsaktivität sei die Dosis von Methotrexat auf 15 bis 20 mg erhöht worden.

Außerdem sei es durch die Substitution von Folsäure zum allgemeinen Zellschutz zu einer indirekten Dosisverringerung um 3,5 bis 4 mg Methotrexat gekommen.

TNF-alpha-Hemmer hätten in diesen Studien die Röntgenprogression signifikant stärker gehemmt als Methotrexat, so Rau. Jedoch sei fraglich, ob das auch immer klinisch relevant sei. Denn die Ansprechraten etwa der Monotherapien mit Methotrexat und Adalimumab seien ähnlich gewesen: Eine 50prozentige Besserung der Krankheitsaktivität lag zum Beispiel nach 51 Wochen mit Methotrexat bei 46 Prozent der Patienten vor, mit Adalimumab bei 42 Prozent.

Methotrexat steigere jedoch die Therapiewirksamkeit und die Hemmung der radiologisch sichtbaren Krankheitsprogression entscheidend, so Rau. So waren die jeweiligen Kombinationen mit Methotrexat und den TNF-alpha-Antagonisten den jeweiligen Monotherapien in den drei Studien bei der Hemmung der progressiven Gelenkzerstörung und den Ansprechraten signifikant überlegen.

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