Rheuma

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis und ihrer Komorbiditäten

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 05.12.2007

Impfungen sind für Rheumatiker wichtig

Zu Impfungen gegen Influenza und Pneumokokken wird besonders geraten, am besten vor der Immunsuppression

BERLIN (gvg). Bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) sollte vor einer immunsuppressiven Therapie der Impfstatus überprüft werden. Denn während der Therapie sind Impferfolge geringer. Impfungen gegen Influenza und Pneumokokken sind besonders indiziert.

Palpation der Fingergelenke. Vor einer immunsuppressiven Therapie sollte geimpft werden.

Foto: Roche Pharma

"Wenn es sich organisatorisch einrichten lässt, sollten Impfungen vor Beginn der Rheuma-Therapie erfolgen, weil die Effektivität der Impfungen unter Therapie geringer ist", so Professor Gerd Burmester von der Charité Berlin. Dieses Problem gebe es generell bei Antirheumatika, etwa bei Methotrexat. Auch bei Therapie mit Rituximab sei die Immunantwort reduziert, da der Antikörper temporär B-Zellen ausschalte, so Burmester bei einer Veranstaltung von Roche Pharma in Berlin.

Bei Rituximab-Therapie sei wie bei allen anderen Biologicals die Rate an Infektionen leicht erhöht. Die Patienten sollten deswegen unabhängig von ihrem Alter gegen Pneumokokken und regelmäßig gegen Grippe geimpft werden. Burmester empfahl deswegen, bei RA-Patienten schon früh in der Erkrankungsphase den Impfstatus zu überprüfen, gegebenenfalls die Grundimpfungen aufzufrischen und eine Pneumokokken-Impfung zu machen. "Dann ist an dieser Front erstmal Ruhe."

Lediglich die jährliche Grippe-Impfung sei dann noch zu bedenken, die im Idealfall nicht in den Wochen nach oder kurz vor den halbjährlich bis jährlich applizierten Rituximab-Infusionen erfolgen sollte. "Am besten impft man dann, wenn sich die B-Zell-Titer erholt haben. "Je nachdem, wann im Jahr die Symptome auftreten, klappt das natürlich nicht immer", so Burmester.

Seit der Zulassung von Rituximab (MabThera®) für die Behandlung von Patienten mit therapie-refraktärer RA seien in Deutschland mehr als 800 Patienten behandelt worden, sagte Dr. Gerhard Fliedner aus Osnabrück. "Die Substanz hat die ambulante Therapie bei RA durch die hohe Wirksamkeit und die patientenfreundlichen, langen Therapieintervalle bereichert", sagte der niedergelassene Rheumatologe.

Infos zu Impfungen und Impfstoffen: www.rki.de und www.pei.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nicht immer geht's sofort zum Arzt

20- bis 50-jährige Patienten in Deutschland sind offenbar leidensfähig. Denn sie verschieben den Arztbesuch oft um Wochen oder Jahre, obwohl sie Beschwerden haben. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

15:57 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen. mehr »

Bei Meniskusriss nicht vorschnell operieren

Ärzte sollten bei Meniskusrissen nicht gleich eine arthroskopische Operation einleiten. Oft kommen Betroffene auch mit Gymnastik und Physiotherapie zum Ziel. mehr »