Rheuma

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Modul: Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis und ihrer Komorbiditäten

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Ärzte Zeitung online, 16.11.2015

Rheuma

Neue Forschungsideen ausgezeichnet

BERLIN. Ein neuer Therapieansatz bei systemischem Lupus erythematodes und ein Projekt zur Verbesserung der Krankheitsbewältigung bei Rheuma - das sind die Sieger des diesjährigen Ideenwettbewerbs der Rheumastiftung, der mit je 2500 Euro dotiert ist, heißt es in einer Mitteilung der Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie.

Die erste Idee von Dr. Tobias Alexander und Privatdozentin Dr. Bimba Franziska Hoyer von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie der Charité Berlin zielt auf die Auslöschung des Krankheitsgedächtnisses, das für die Aufrechterhaltung der Lupus-Erkrankung verantwortlich ist, durch einen neuen, kombinierten Therapieansatz.

Die zweite Idee von Anna Lena Walther und Privatdozentin Dr. Ruth Deck vom Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie der Universität Lübeck soll Barrieren und fördernde Faktoren der sozialen Teilhabe bei Patienten mit rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis identifizieren.

Alexander und Hoxer von der Charité wollen den Lupus mit einem neuartigen Ansatz bekämpfen, der die Autoimmunreaktion dauerhaft unterbinden soll. Dazu müssen sowohl die Gedächtniszellen des Immunsystems, die autoreaktiven Plasmazellen, als auch deren Vorläufer-B-Zellen gezielt und vollständig eliminiert werden. Mit der Kombination von zwei unterschiedlichen Therapieprinzipien könnte dies erreicht werden.

Die neue Therapie soll zunächst im Mausmodell und später an Patienten, die auf herkömmliche Behandlungen nicht ansprechen, erprobt werden und könnte eine neue Ära in der Therapie von Erkrankungen eröffnen, die durch Autoantikörper vermittelt werden, heißt es in der Mitteilung.

Die Frage, welche Faktoren die soziale Teilhabe bei Patienten mit rheumatoider Arthritis oder ankylosierender Spondylitis einschränken oder fördern, wollen die Lübecker Forscherinnen Walther und Deck zunächst in einer schriftlichen Befragung und in Gesprächsgruppen mit Betroffenen ermitteln.

Die Ergebnisse sollen dann mithilfe einer Expertengruppe unter Einbeziehung der Betroffenen analysiert werden. Ziel sei es, daraus Strategien für den Abbau von Hürden abzuleiten und zielgruppenspezifische individuelle oder gesellschaftliche Unterstützungsmaßnahmen zu entwickeln.

Die Erweiterung der Behandlungsziele um die Dimension der sozialen Teilhabe (von "treat to target" zu "treat to participation") gelte als Schlüssel für die nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen. (eb)

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