Ärzte Zeitung, 03.11.2009

Gynäkologen fordern Glukosetoleranztest

NEU-ISENBURG (eb). Folgt man internationalen Prävalenzdaten, wird in Deutschland jeder dritte Gestationsdiabetes nicht diagnostiziert. Das dürfte auch der Tatsache geschuldet sein, dass häufig noch der Urinzuckertest anstelle des oralen Glukosetoleranztests (oGTT) verwendet wird. Der oGTT wird bei anamnestisch unauffälligen Frauen bisher nicht von der GKV bezahlt.

Nach einer Befragung von 2605 Frauenärzten - etwa einem Viertel aller niedergelassenen Gynäkologen - raten über 90 Prozent jeder Schwangeren zum oGTT, berichtet der Internist Dr. Martin Fürchtenbusch aus München (Diabetologe 6, 2009, 499). Neun von zehn Umfrage-Teilnehmern gaben zudem an, den Test selbst vorzunehmen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »