Ärzte Zeitung, 02.04.2013

Mumien verraten

Schon vor Jahrtausenden rieselte Gefäßkalk

SAN FRANCISCO. Wer geglaubt hat, dass Atherosklerose der Preis für das stressgeplagte und von ungesunder Ernährung und Bewegungsarmut geprägte Leben in der modernen Zivilisation sei, wird durch neue Studiendaten eines Besseren belehrt.

Eine US-Forschergruppe um Dr. Randall Thompson aus Kansas City ist um die Welt gereist und hat in vier Regionen (Ägypten, Peru, Alaska, Südwesten der USA) insgesamt 137 Mumien aus einer 4000 Jahre umspannenden Zeitperiode ausfindig gemacht.

Diese wurden dann einer Ganzkörper-CT-Untersuchung unterzogen, wobei gezielt nach atherosklerotischen Gefäßveränderungen in Form von Gefäßkalk gefahndet wurde.

Ergebnis: Bei 35 Prozent aller untersuchten Mumien stießen die Forscher auf Zeichen einer vaskulären Atherosklerose. Nach ihrer Ansicht könnte es somit möglich sein, dass beim Menschen eine grundsätzliche Disposition für Atherosklerose besteht. (ob)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Deutsche ernähren sich schlecht

Tödliche Infarkte und Schlaganfälle durch schlechte Ernährung: Deutschland nimmt hier unter den Ländern mit westlichem Lebensstil einen traurigen Spitzenplatz ein. mehr »

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

„Opioide niemals als Add-on-Therapie!“

Für die Dauertherapie bei mittleren bis starken Schmerzen gibt es keine verträglicheren Analgetika als retardierte Opioide, betont Schmerzmediziner Norbert Schürmann. Daneben kritisiert der Schmerzexperte die Fixiertheit auf Morphin. mehr »