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Neue Unicef-Chefin nimmt Arbeit auf

GENF (dpa). Die ehemalige US-Landwirtschaftsministerin Ann M. Veneman (55) hat ihr Amt als neue Direktorin des UN-Kinderhilfswerks Unicef angetreten. Sie ist Nachfolgerin von Carol Bellamy, die nach zehn Jahren turnusmäßig ihr Amt niederlegen mußte.

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Während Bellamy einen liberalen und aufklärerischen Kurs zum Wohl und zur Selbstverwirklichung von Kindern ging, gilt Veneman Diplomaten als treue Anhängerin von US-Präsident George W. Bush, die seine zum Teil stark konservativen Ansichten zumeist teilt.

So erklärte die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) zu der Berufung Venemans, für die neue Unicef-Direktorin seien Familienplanung und Sexualerziehung bei der Unicef-Arbeit nicht von Bedeutung. Dadurch könnten aber viele Frauen gerettet werden.

"Jährlich sterben vier Millionen Babys in den ersten vier Wochen ihres Lebens, weil ihre Mütter krank sind. Stirbt die Mutter bei der Geburt, verdoppelt sich das Sterberisiko von Kindern unter fünf Jahren sogar", sagte Renate Bähr, stellvertretende DSW-Geschäftsführerin dazu. Auch im Hinblick auf die Ausbreitung von HIV und Aids sei der Standpunkts Venemans problematisch.

"Es ist eine große Ehre, die Gelegenheit zu haben, Unicef und damit eine der weltweit größten Institutionen zu leiten", sagte Veneman an ihrem ersten offiziellen Arbeitstag. "Zu viele Kinder auf der Welt sind mit Not und Herausforderungen konfrontiert, die nie Teil einer Kindheit sein dürften. Ich werde die Unicef-Mission fortführen, den Kindern der Welt zu dienen."

Als vorrangigste Aufgabe nannte Veneman, die Millennium-Entwicklungs-Ziele voranzutreiben, zu denen unter anderem gehört, die Zahl der Hungernden weltweit bis 2015 zu halbieren. Veneman ist zunächst für fünf Jahre im Amt.

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