Ärzte Zeitung, 23.10.2008
 

"Heiler" sind gefragt wie nie - Hochkonjunktur für Scharlatane

Über 10 000 "Heiler" soll es allein in Deutschland geben - viele verzweifelte Menschen vertrauen sich ihnen an.

Von Pete Smith

Heilende Hände?

Foto: Mikhail Tolstoy©www.fotolia.de

Sie versprechen rasche, vollständige Heilung selbst schwerstkranker Patienten, äußern sich abfällig über die Schulmedizin, setzen ihre Patienten unter Druck, die einmal begonnene "Behandlung" bloß nicht abzubrechen, und verlangen zum Teil horrende Honorare für heiße Luft.

Unter den selbst ernannten Heilern gibt es viele Scharlatane, denen sich verzweifelte, oft todkranke Menschen anvertrauen. Über 10 000 "Heiler" soll es allein in Deutschland geben, hat Dr. Harald Wiesendanger, Experte für Geistiges Heilen und Mitorganisator der Basler PSI-Tage, ermittelt. Ihm zufolge gibt es pro Jahr über hundert Millionen Patientenkontakte, die der Branche einen Umsatz von mindestens vier Milliarden Euro bescherten. Wiesendanger hat sich des Themas nun in einem Buch angenommen: "Heilen ‚Heiler‘?"

In seinem im Eigenverlag herausgegebenen Werk zieht Wiesendanger eine vorläufige Bilanz seiner rund 20-jährigen Recherche in der esoterischen Heilerszene.

Vor allem tritt er an, die Spreu vom Weizen zu trennen. Wie viele "Heiler" halten, was ihr Name verspricht? Die Grundthese des Autors: Mit dem enormen Zuwachs, den die Heilerszene seit der Esoterikwelle im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts erlebte, ging ein dramatischer Qualitätsverfall einher. "Inzwischen überwiegen aufrichtig bemühte Dilettanten: unerfahrene, mäßig begabte, sich selbst überschätzende Möchtegerns, die mit wolkiger Esoterik, mit dubiosen Titeln und Diplomen wettzumachen versuchen, was ihnen an therapeutischer Befähigung abgeht."

Teil dieser Entwicklung sind Hunderte von Heilerschulen, die den Nachwuchs "ausbilden" und mit Diplomen versorgen.

Sie verdienen ebenso am Boom der Szene wie Heilervereine, die ihren zahlenden Mitgliedern werbeträchtige Urkunden ausstatten mit Attributen wie "geprüft", "anerkannt" oder "zertifiziert".

Wiesendanger macht deutlich, dass es im alternativen Gesundheitsmarkt außer vielen schwarzen Schafen auch ernsthafte Heiler gibt, die diesen Namen verdienen.

Hilfesuchenden zeigt er auf, wie sie die raren Könner ausfindig machen und sich Begegnungen mit mittelmäßigen Heilern und Scharlatanen ersparen. "Einer Geistheilung", so sein Fazit, "bedarf seit längerem zuallererst die Heilerszene selbst."

Dr. Harald Wiesendanger: Heilen "Heiler"? Ein Wegweiser für Hilfesuchende. Lea Verlag. Schönbrunn 2008. 104 Seiten. 19,80 Euro. ISBN 978-3-930147-42-7

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Pete Smith (530)
[04.11.2008, 12:38:45]
Dr. Gerhard Smit  biokybernetik@web.de
Heilpraktiker in der DDR
1989 gab es in der DDR noch 11 Heilpraktiker.
Die waren allerdings vor 1945 ausgebildet und hatten große Erfahrungen.
Das hat sich leider nach der Wende sehr schnell geändert.

Leider versuchen diese mit sogenannter Alternativmedizin zu heilen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.-Ing. Jan Gerhard Smit  zum Beitrag »
[24.10.2008, 15:01:34]
Dr. Gerhard Smit  biokybernetik@web.de
Heiler sind gefragt
Zur geforderten wissenschaftlichen Kybernetischen Medizin für funktionelle und funktionell chronisch Kranke, d.h. Eingriff in das Regelungs- und Selbstreparatursystem des Organismus, gehören u. a. Akupunktur, Neuraltherapie, manuelle Therapie.

Die Unesco stellte in den 70er Jahren das Programm "Man and the Biosphäre" auf, da die Probleme des Überlebens der menschlichen Zivilisation auf diesem Planeten übermächtig und mit den bisherigen Organisationsformen (auch heute noch nicht) nicht mehr zu beherrschen sind. Wegen der zu erkennenden Zunahme der Ballungsgebiete, dem komplexen Zusammenhang zwischen Gesundheitssystem, Verkehrssystem, Infrastruktur, Bevölkerungswachstum usw. hat der Bundesminister des Inneren der BRD das Vorhaben Nr. 10401004 des Umweltbundesamtes 1976 in Auftrag gegeben:
"Ballungsgebiete in der Krise, eine Anleitung zum Verstehen und Planen menschlicher Lebensräume mit Hilfe der Biokybernetik"
http://home.dial.ddkom-online.de/biokybernetik/Artikel/Ballungsgebiete%20in%20der%20Krise.pdf

Der im Auszug wiedergegebene Teil I" Warum neue Entscheidungshilfen und unerwartete Rückschläge" bezieht sich eindeutig auf die Zusammenhänge und Irrtümer in der Medizin. Daraus entstand die Forderung nach ganzheitlichem Denken, ganzheitlicher kybernetischen Medizin für funktionelle, chronisch Kranke. Die ganzheitliche Medizin .hatte allerdings schon 1883 der spätere Nobelpreisträger Pawlow gefordert, der erstmalig den Zusammenhang mit dem Nervensystem und den Organen herstellte. Daraus entstand die Forderung nach der wissenschaftlichen Kybernetischen Medizin für funktionelle, chronisch Kranke.
Diese kybernetische Medizin ist kein Ersatz für die Schulmedizin oder eine Alternativmedizin. Sie setzt voraus, wie eigentlich jeder Besuch beim Heilpraktiker, das schulmedizinisch abgeklärt ist, das z.B. keine Operationen notwendig sind oder meldepflichtige ansteckende Krankheiten vorliegen und der Patient schulmedizinisch austherapiert ist.. Das Problem ist, dass sich Schulmedizin und Kybernetische Medizin unterscheiden wie Chemie und Physik, d.h. sie benötigen andere Denkstrukturen.
Der erste Versuch erfolgte in Zusammenarbeit mit der Akademie für Wissenschaften/Kybernetik und einer Arbeitsgruppe der Gesellschaft für Medizin (Ärzte, die in den 60ern die Grenzen der Schulmedizin erkannten und nach neuen Wegen suchten, die Schmerzzentren aufbauten usw.)
Es ergab sich, das von 123 austherapierten Patienten 75 % in 3-4 Behandlungen á 5 min (mit einem neuen Wirkprinzip) 80- 100 % von Schmerzen befreit waren. 200 000 chronisch Kranke wurden durch das Ärzteteam bis zur Wende noch gerettet. (Einsatz beim Militär und bei Weltmeisterschaften)
http://home.dial.ddkom-online.de/biokybernetik/Artikel/AlternativmedDDR.htm
Die Grundlagen dazu waren nach 1948 in den von Ärzten geleiteten biokybernetischen Instituten geschaffen worden. Diese Institute hatten den Auftrag, das Selbstreparatursystem des Menschen zu erforschen, um selbstlernende Maschinen zu bauen. Sie legten damit den Grundstein für die heutige gesamte Hightechnik. Der Computerchip, ohne den heute keine Maschine, kein Gerät auskommt, entspricht dem Aufbau des Nervensystem längs der Wirbelsäule. http://home.dial.ddkom-online.de/biokybernetik/Artikel3/Erklaerung.htm
Der Einfluss auf die Heilung funktionell chronisch Kranker wurde unterdrückt. Da die Schulmedizin heute nur noch 15 % der Kranken heilen kann (Der Bundestag hat nicht widersprochen) können mit der Kybernetischen Medizin ca. 80% der funktionell chronisch Kranken erst einmal in einer Behandlung á 2 h schmerzfrei gestellt werden.
Es gibt schon anerkannte Methoden, die durch Wiederherstellung der physiologisch richtigen Haltung diese Patienten ohne Medikamente von den Schmerzen befreien. Z.B. Rolfing, Posturolgie.
Die Akupunkturstudie, die allerdings nur eine üble Nadelstecherei untersucht hat, hat ergeben, dass diese bei Migräne und Kopfschmerzen hilft. Man kann heute, ohne Placebostudie, sofort reproduzierbar zeigen, dass die meisten schweren Migräne- oder Kopfschmerzanfälle (ohne Nadeln) in 1 Minute abgebrochen werden können und das nur mit der Hand. Wenn man weis wie, kann man den Anfall sogar für den Tag vermeiden.


PS. Das könnte fortgesetzt werden.
http://biokybernetik.de.tc in den untenstehenden 9 Punkten sind die (vom Petitionsausschuss geprüften Zusammenhänge) nachvollziehbar aufgeführt.

Im Moment läuft gerade eine Artikelserie von Dr. Gramlich, in der die manuelle Therapie wissenschaftlich kybernetisch erklärt wird. Leider in einer Heilpraktikerzeitung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.-Ing. Jan Gerhard Smit
0351 4954602 zum Beitrag »

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