Ärzte Zeitung, 20.05.2010

Arzt-Ehepaar setzt sich für Klinik in Peru ein

Vor sieben Jahren siedelte ein Arzt-Ehepaar aus Wiesbaden nach Peru um - und errichtete mit Hilfe von Spendengeld eines der modernsten Krankenhäuser des Landes.

Arzt-Ehepaar setzt sich für Klinik in Peru ein

Mehr als zehn Millionen Euro haben die Wiesbadener Ärzte für die Klinik in Peru bis heute gesammelt. © Julien Jandric / fotolia.com

FRANKFURT/MAIN (Smi). Eine große Ehre wurde einem Wiesbadener Arzt-Ehepaar jetzt in Peru zuteil: Auf Einladung des Parlaments-Präsidenten durften Dr. Martina John und Dr. Klaus-Dieter John vor den Vorsitzenden aller im Kongress vertretenen Parteien ihr Missionskrankenhaus für die Quechua-Indianer in den Anden vorstellen.

Mit ihrem Hospital Diospi Suyana ("Wir vertrauen auf Gott") haben sich die Johns einen Lebenstraum erfüllt. Als der heute 49-jährige Chirurg und die 48-jährige Kinderärztin 2003 mit ihren drei Kindern nach Curahuasi im peruanischen Bundesstaat Apurímac übersiedelten, waren sie die einzige weiße Familie unter 30 000 Indianern. Zu dieser Zeit besaßen sie zwar ein Grundstück, aber kaum Geld, um Arbeiten in Auftrag zu geben. Mit viel Gottvertrauen warben sie weltweit für Unterstützer. Etliche Spender konnte Klaus-Dieter John durch seine Vorträge überzeugen (wir berichteten).

Mehr als zehn Millionen Euro haben die Wiesbadener Ärzte auf diese Weise bis heute gesammelt. Inzwischen gilt ihre am 31. August 2007 geweihte Klinik als eine der modernsten des Landes. Davon konnten die Johns während ihres Vortrags im peruanischen Parlament in Lima auch die politischen Vertreter des Landes überzeugen. Pilar Nores de García, die Gattin des peruanischen Staatspräsidenten, hat die Patenschaft des Hospitals Diospi Suyana übernommen. Sie nannte das Missionskrankenhaus eine "Kathedrale der Liebe".

Weitere Infos zu dem Projekt unter www.diospi-suyana.org

Topics
Schlagworte
Panorama (32505)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Der Albtraum vom Nicht-Schlafen

Schlaflosigkeit lässt sich kaum nachweisen. Forscher zeigen: Schlaflose Nächte finden oft nur im Traum statt. Das macht sie nicht weniger belastend, ermöglicht aber neue Therapien. mehr »

Ärztenetze sollen Arztsitze erwerben können

Die Gesundheitsminister wollen Ärztenetze stärken. Keine Mehrheit auf ihrer Konferenz fand der Vorschlag, die Budgets in der vertragsärztlichen Versorgung abzuschaffen. mehr »

Das Kassenpolster wächst und wächst

Die Kassen der Krankenkassen füllen sich weiter: Im ersten Quartal 2018 steht ein Überschuss von über 400 Millionen Euro zu Buche. Zudem fällt das Jahresergebnis für 2017 viel besser aus als gedacht. mehr »