Ärzte Zeitung, 18.12.2012

Ernährung

UBA warnt vor Quecksilber in Fischen

Je höher der Fischkonsum, desto stärker ist in Deutschland die Quecksilberbelastung bei Müttern und ihren Kindern.

BERLIN. Im einheitlichen europäischen Forschungsprojekt zum sogenannten Human-Biomonitoring (HBM) wurden 1844 Mütter und ihre Kinder aus 17 Ländern auf Quecksilber, Cadmium, Cotinin und Phthalate untersucht.

Die Ergebnisse variieren stark, und zwar um den Faktor 40, hat das Umweltbundesamt (UBA) mitgeteilt. In Deutschland lag die Quecksilberbelastung bei Müttern und ihren Kindern bei 0,055 Mikrogramm pro Gramm Haar für Kinder und 0,113 Mikrogramm für Mütter.

Der europäische Durchschnitt betrug 0,145 Mikrogramm pro Gramm Haar für Kinder und 0,225 Mikrogramm bei Müttern. In Deutschland liegt der Fischkonsum unter dem europäischen Schnitt.

Die Höhe der Belastung mit Cotinin hängt davon ab, wie stark die Studienteilnehmer Rauch oder Passivrauch ausgesetzt sind. Daher variieren die festgestellten Werte hier ebenfalls stark.

Das UBA plädiert für einen besseren Schutz vor Passivrauch, weil fast die Hälfte der an der Untersuchung teilnehmenden Kinder außerhalb der eigenen Wohnung mit Passivrauch belastet worden sei.

In Deutschland nahmen 120 Mütter und ihre sechs bis elfjährigen Kinder teil. Nach Angaben des UBA zeigen die Ergebnisse, dass die Belastung des Menschen mit Schadstoffen weiter verringert werden müsse. (dpa)

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