Ärzte Zeitung, 15.08.2013

Prekäre Sicherheitslage

Ärzte ohne Grenzen schließen alle Projekte in Somalia

NAIROBI. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) schließt wegen der prekären Sicherheitslage im Krisenland Somalia sämtliche Projekte.

Grund für die Entscheidung seien zahlreiche brutale Angriffe auf Mitarbeiter bis hin zu Ermordungen und Entführungen, teilte die Organisation am Mittwoch in der kenianischen Hauptstadt Nairobi mit. Zuletzt beschäftigte MSF in Somalia rund 1500 Menschen, die Hunderttausende Kranke und Verletzte versorgten.

"Indem bewaffnete Gruppen Mitarbeiter von Hilfsorganisationen töten, angreifen oder entführen, haben sie und die zivilen Autoritäten, die deren Vorgehen tolerieren, das Schicksal unzähliger Menschen in Somalia besiegelt", sagte der MSF-Präsident Unni Karunakara.

Die Ärzte ohne Grenzen waren seit 22 Jahren in dem Konfliktland am Horn von Afrika tätig. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Lindert eine Lichtdusche Rückenschmerzen?

In einer Pilotstudie fanden US-Forscher Hinweise, dass Licht subjektive Schmerzen lindert. Eine morgendliche Lichtdusche könnte gegen chronische Rückenschmerzen helfen. mehr »

VR-Brille anstatt Zigarette

Eine Virtual-Reality-Anwendung soll Raucher vom Glimmstängel wegbringen. Die Idee: Sie lernen virtuell ihren Raucher-Impuls zu kontrollieren. mehr »

Konzept der e-Patientenakte steht

Die ePA nimmt Formen an. Ärzte, Kassen und gematik haben sich auf ein Vorgehen zur Gestaltung der ePA geeinigt. Die Industrie bleib vorerst außen vor. mehr »