Ärzte Zeitung online, 07.11.2013

Colorado

Kiffen wird legal - und besteuert

Der Marihuana-Verkauf wird im US-Bundesstaat Colorado 2014 erlaubt sein. Jetzt haben die Bürger per Volksentscheidbeschlossen: Kiffen wird besteuert. Davon sollen die Schulen profitieren.

Kiffen wird legal - und besteuert

Die Abgabe von Cannabis wird in Colorado erlaubt.

© yellowj / fotolia.com

SAN FRANCISCO. Kiffen im US-Bundesstaat Colorado wird ab dem 1. Januar legal - und es wird besteuert.

Bei einem Volksentscheid am Dienstag stimmten laut offiziellen Angaben 65 Prozent der Einwohner dafür, den Marihuana-Verkauf mit einer Abgabe zu belegen. Im Einzelhandel soll sie 10 Prozent betragen, im Großhandel 15 Prozent.

Vom Arzt verschriebenes "Gras" wird von der Steuer ausgenommen. Die Abgabe könnte dem Bundesstaat pro Jahr Einnahmen von rund 70 Millionen US-Dollar (52 Millionen Euro) einbringen. Ein Großteil davon soll Schulen zugutekommen.

Colorado und Washington State sind die ersten beiden Bundesstaaten, die den Freizeitkonsum von Marihuana ab 2014 für Konsumenten ab 21 Jahren legalisiert haben.

Die US-Regierung hatte den Bundesstaaten im August freie Hand bei der Legalisierung von Marihuana eingeräumt. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Der Transgender-Trend

Paradigmenwechsel? Transsexuelle lassen sich sogar selbstbewusst für den "Playboy" ablichten. Psychiater warnen aber vor einem Geschlechtsdysphorie-Hype unter Jugendlichen. mehr »

Deshalb gibt's immer mehr Parkinsonkranke

Die absolute Zahl der weltweiten Parkinsonkranken hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt. Forscher haben eine Vermutung, warum der Anstieg in manchen Ländern so stark ist. mehr »

Das Brexit-Brimborium

Unser Londoner Blogger Arndt Striegler hat alle Tests bestanden und ist nun britischer Staatsbürger. Doch auch als Passinhaber ist er sich sicher: Die Briten werden nach dem EU-Ausstieg nicht besser dastehen als vorher. mehr »