Ärzte Zeitung online, 18.02.2015

Tätowierfarben

Bundesregierung will EU-weite Schutzregeln

BERLIN. Die Bundesregierung dringt auf europaweite Regeln zum Schutz vor gesundheitsschädlichen Tätowierfarben.

"Die Sicherheit muss immer Vorrang haben, egal wo in Europa man sich ein Tattoo stechen lässt und woher die Farben kommen", sagte der auch für Produktsicherheit zuständige Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU).

Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung (Dienstag) über ein entsprechendes Schreiben des Ministers an die EU-Kommission berichtet.

Darin ruft Schmidt dazu auf, Arbeiten an einheitlichen EU-Vorgaben möglichst bald wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Der Markt für Tätowierfarben gehe auch über die Ländergrenzen hinaus.

In Deutschland gilt seit 2009 gilt eine Tätowiermittelverordnung, die Kennzeichnungen regelt und verbotene Substanzen wie krebserregende Farbstoffe auflistet.

Eigens zugelassen werden müssen Tätowiermittel nicht, für die Sicherheit sind die Hersteller verantwortlich.

Fast jeder zehnte Deutsche ist nach Schätzungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) tätowiert, bei den 16- bis 29-Jährigen fast jeder vierte. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »