Ärzte Zeitung online, 07.09.2015

Minikameras am Frauenarztstuhl

Gynäkologe ab Dezember vor Gericht

DORTMUND. Weil er mit Minikameras Patientinnen gefilmt und Untersuchungen nur vorgetäuscht haben soll, muss sich ein Frauenarzt aus Dortmund vor dem Landgericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mediziner vor, in 50 Fällen statt gynäkologischer Untersuchungen sexuelle Handlungen an den Frauen vorgenommen zu haben.

Dabei soll er am Untersuchungsstuhl sowie an einer Kugelschreiber-Attrappe Kameras angebracht haben, um Videos vom Genitalbereich der Frauen zu machen.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelten seit 2012 gegen den Mann. Ende Mai 2014 erhoben sie Anklage. Das Amtsgericht leitete den Fall schließlich in diesem Sommer wegen schwieriger Beweislage an das Landgericht weiter.

Dieses ließ die Anklage nun zu, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. Der Beginn der Hauptverhandlung ist für Dezember geplant. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Fünf wichtige Fakten zur Herzgesundheit der Deutschen

Heute wurde in Berlin der Herzbericht 2017 vorgestellt. Es zeigt sich, dass Herzerkrankungen jeglicher Art weiter zunehmen. mehr »

Trumps Leibarzt attestiert dem US-Präsidenten beste Gesundheit

US-Präsident Donald Trump attestierte sich kürzlich selbst kerngesund und ein "stabiles Genie" zu sein. Sein Leibarzt bestätigte ihm jetzt einen überragenden Gesundheitszustand – mit einer Einschränkung. mehr »

Der Belegarzt – KBV und Onkologen präsentieren neuen Teamplayer

Mit einer Neudefinition des Belegarztes wollen KBV und Onkologen die sektorübergreifende Krebsversorgung realisieren. mehr »