Ärzte Zeitung, 11.05.2005

FUNDSACHE

Detroit plant eine Fast-Food-Steuer

Die "fetteste Stadt der USA" - diese zweifelhafte Auszeichnung des Magazins "Men‘s Health" ist im letzten Jahr Detroit zugekommen. Dem will Bürgermeister Kwame Kilpatrick nun entgegenwirken.

Seine Idee: eine Steuer auf Fast Food. Detroiter Bürger würden dann für ihre Burger, Pizzas und Hot Dogs etwas mehr bezahlen müssen, berichtet BBC online. Die Steuer ist auf zwei Prozent zusätzlich zu den sechs Prozent Restaurant-Steuer ausgelegt.

Mit seiner Fett-Steuer will Kilpatrick zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Sie soll auch das leere Stadt-Säckel füllen. Das sei sogar der Hauptgrund für die neue Steuer, hieß es aus seinem Büro. Die Bürger sollten nicht in ihrem Eßverhalten beeinflußt werden.

Es werde aber doch gehofft, daß die Detroiter weniger Fast Food zu sich nehmen. Politische Gegner befürchten nun, die Ärmeren würden diskriminiert durch die neue Steuer. Und natürlich laufen die Restaurants Sturm gegen die Fett-Steuer. (ug)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alzheimer-Anzeichen schon 25 Jahre vor Ausbruch

Die Alzheimer-Demenz kündigt sich in einigen Formen offenbar lange vor Krankheitsbeginn an. Das bringt Zeit, um die Erkrankung zu verhindern - womöglich sogar zwei Jahrzehnte. mehr »

Konzept der E-Patientenakte steht

Die elektronische Patientenakte nimmt konkrete Formen an. Ärzte, Zahnärzte, Krankenkassen und gematik haben sich auf ein Vorgehen zur Gestaltung der ePA geeinigt. Die Industrie bleibt vorerst außen vor. mehr »

Placebo ist nicht gleich Placebo

Ein Scheinmedikament zu verordnen, gilt manchen Ärzten als anrüchig - andere halten es für legitim. Bei vielen hängt es davon ab, woraus das spezielle Placebo besteht. mehr »