Ärzte Zeitung, 26.06.2009

Fundsache

Leskovac - eine Stadt mit viel Biss

In der serbischen Stadt Leskovac müssen Hunde bissiger sein als anderswo. Der Bürgermeister Vladan Marinkovic befürchtet, dass er in diesem Jahr bis zu einer halben Million Euro an Schmerzensgeld für angeblich gebissene Opfer zahlen muss. Misstrauisch macht den Bürgermeister allerdings, dass nur wenige Anwälte und nur zwei medizinische Gutachter alle Opfer in den Prozessen gegen die Stadt vertreten.

Dabei hätten sie Entschädigungen von umgerechnet bis zu 1500 Euro durchgesetzt, sagte der Bürgermeister der Belgrader Zeitung "24ata". Die Anwälte bekämen davon jeweils zehn bis 25 Prozent, die Gutachter 75 Euro pro Fall. Jeden Tag müsse die Stadt aus ihrem ohnehin schmalen Etat umgerechnet 11 000 Euro zahlen. Nachweislich sei so manches Opfer mehrmals von Hunden an derselben Stelle gebissen worden, stellte der Bürgermeister verbissen fest. (dpa/maw)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3204)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie Blinde bei der Brustkrebsvorsorge helfen

Mit blinden Helferinnen will eine Initiative die Brustkrebsvorsorge besser machen. Eine Studie zeigt: Ihr Einsatz hat sich bewährt – mit Einschränkungen. mehr »

So rechnen Ärzte IGeL korrekt ab

IGeL-Abrechnungen führen immer wieder zu Streit mit Patienten oder privaten Kostenträgern, der bis vor den Kadi geht. Hier kommt es auf Details an – und Finger weg von Pauschalen! mehr »

Wer an Darmkrebs stirbt, hat oft das Screening vernachlässigt

Wie wichtig ein regelmäßiges Darmkrebs-Screening ist, wird in einer Untersuchung erneut deutlich. Bei den allermeisten Darmkrebstodesfällen war dies vernachlässigt worden. mehr »