Ärzte Zeitung, 24.09.2009

Fundsache

Polizei zerstört Hanf-Forschung

Die niederländische Polizei hat ein vermeintlich illegales Cannabis-Feld vernichtet, bei dem es sich jedoch um ein wissenschaftliches Testgelände handelte. Die Universität Wageningen, spezialisiert auf Agrarwissenschaften, untersucht seit Jahren, wie sich die Fasern der Cannabis-Pflanze für Textilien, Papier und synthetische Materialien nutzen lassen.

"Mehr als die Hälfte der Pflanzen wurde zerstört", klagte Simon Vink, Sprecher der Universität, einem Bericht des "Daily Telegraph" zufolge. "Das Projekt war in seiner entscheidenden Phase. Es hätte uns erlaubt, die neuen Fasern bald auf den Markt zu bringen." Jetzt streitet die Universität mit der Polizei um eine Entschädigung.

Jene hatte stolz verkündet, man habe 47 000 Cannabis-Pflanzen mit einem Straßenverkaufswert von mehr als 4,3 Millionen Euro entdeckt. Die Uni dagegen gibt an, dass ihr Hanf einen geringen THC-Gehalt aufweise. (Smi)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3196)
Krankheiten
Suchtkrankheiten (4427)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Drastisch veränderte Mundflora bei Krebs

Beim Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle ist die Zusammensetzung des oralen Keimwelt im Vergleich zu Gesunden drastisch verschoben. mehr »

Engagement, das Früchte trägt

Jungen Menschen fehlt es an Gespür für ehrenamtliches Engagement? Ein Vorurteil, wie sich bei der Springer Medizin Gala gezeigt hat. Deutlich wurde auch, dass Engagement für Hilfsbedürftige auch den Sinn für das Politische schärft. mehr »

So wird Insulin für Diabetiker produziert

Hinter den Toren des Industrieparks Höchst bieten sich faszinierende Einblicke in die Welt der Hochleistungs-Biotechnologie: Milliarden von E.coli-Bakterien produzieren hier das für Diabetiker überlebenswichtige Insulin. mehr »