Ärzte Zeitung, 15.02.2011

Fundsache

Eine Niere für die Freiheit

Zwei Geschwister saßen 16 Jahre lang im Gefängnis. Eine Nierenspende brachte nun beiden die Freiheit. Jamie und Gladys Scott waren 1994 wegen eines Raubüberfalls verurteilt worden, bei dem sie umgerechnet acht Euro erbeuteten.

Seither saßen beide in der Justizvollzugsanstalt in Pearl im US-Bundesstaat Mississippi ein. Wie der Sender BBC berichtet, leidet der 38-jährige Jamie Scott an Diabetes und muss täglich an die Dialyse. Das kostete den Bundesstaat jährlich etwa 153 000 Euro.

Man kann sich also vorstellen, dass Gouverneur Haley Barbour auf Gladys Scotts Angebot, eine Niere für ihren Bruder zu spenden, erfreut reagierte. Jedenfalls befürwortete er die von den Geschwistern eingereichte Petition für eine vorzeitige Haftentlassung.

Nun hoffen die Scotts auf staatliche Unterstützung, damit sie die Kosten für die Transplantation tragen können. (Smi)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Epileptiker haben hohe Überdosisgefahr

Die Gefahr, an einer Medikamentenüberdosis zu sterben, ist bei Epilepsiekranken fünffach erhöht, so eine Studie. Doch es ist anders, als auf den ersten Blick gedacht: Schuld sind meist nicht die Antikonvulsiva. mehr »

Zehntausende Arztpraxen nicht ohne Barrieren zu erreichen

Nur ein Drittel der Arztpraxen in Deutschland gelten – auch nur zum Teil – als barrierefrei. Das schränke die freie Arztwahl körperlich beeinträchtigter Menschen ein, moniert die Linke-Sozialexpertin Sabine Zimmermann. mehr »

Nichtstun ist gefährlich für Patientendaten

Nur noch wenige Tage, dann tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Grund genug auch für Ärzte, sich die Prozesse der Datenverarbeitung anzuschauen und auf Sicherheit abzuklopfen. mehr »