Ärzte Zeitung, 29.08.2005

Preise für Arbeiten zu Zelltherapie und Tuberkulose

MÜNCHEN (sto). Die beiden Wis-senschaftler Privatdozent Dr. Karl Lenhard Rudolph von der Medizinischen Hochschule Hannover und Privatdozent Dr. Ulrich E. Schaible vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin sind von der GlaxoSmithKline Stiftung mit den Wissenschaftspreisen 2005 ausgezeichnet worden.

Anlaß hierfür sind Arbeiten zu medizinischer Grundlagenforschung und zu klinischer Forschung. Rudolph erhielt den mit 12 500 Euro dotierten Preis für "Medizinische Grundlagenforschung" für seine Arbeiten, die sich mit Telomeren, Alterung, Seneszenz, Regeneration und Karzinogenese beschäftigen.

Die Ergebnisse seiner Forschungen sind von wesentlicher Bedeutung für die Entwicklung von neuen regenerativen Therapieansätzen bei chronischen Erkrankungen, besonders bei Zelltherapien und dem therapeutischen Klonen.

Schaible wurde mit dem Preis für "Klinische Forschung", der ebenfalls mit 12 500 Euro dotiert ist, für Unter-suchungen zum Mycobacterium tuberculosis, den Erreger der Tuberkulose ausgezeichnet.

Der Berliner Wissenschaftler hat neue molekulare Mechanismen innerhalb des Infektionsweges entdeckt, die einen starken Einfluß auf die Prophylaxe der Tuberkulose sowie auf Therapieansätze haben.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alzheimer-Anzeichen schon 25 Jahre vor Ausbruch

Die Alzheimer-Demenz kündigt sich in einigen Formen offenbar lange vor Krankheitsbeginn an. Das bringt Zeit, um die Erkrankung zu verhindern - womöglich sogar zwei Jahrzehnte. mehr »

Placebo ist nicht gleich Placebo

Ein Scheinmedikament zu verordnen, gilt manchen Ärzten als anrüchig - andere halten es für legitim. Bei vielen hängt es davon ab, woraus das spezielle Placebo besteht. mehr »

Wie Ärzte Hausbesuche richtig delegieren

Das EBM-Kapitel 38 macht den NäPA-Hausbesuch auch für Fachärzte interessant. Was abgerechnet werden darf, hängt nämlich entscheidend von der Qualifikation der Praxismitarbeiterin ab. mehr »