Ärzte Zeitung, 05.04.2011

Radioaktivität in Vancouvers Trinkwasser

VANCOUVER (dpa). Im Wasser der kanadischen Stadt Vancouver sind radioaktive Spuren aus dem japanischen Kernkraftwerk Fukushima entdeckt worden.

Allerdings sind die Werte "verschwindend gering", beruhigen neben dem kanadischen Gesundheitsministerium auch Experten in der Provinz British Columbia.

Der Atomforscher Kris Starosta von der Simon-Fraser-Universität (Vancouver) sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Die Werte von radioaktivem Jod-131 stiegen sieben Tage nach dem Reaktorunglück in Fukushima an, sind seitdem aber wieder deutlich gesunken."

Nach dem Höchstwert von 12 Becquerel pro Liter (Bq/l) am 20. März zeigte die letzte analysierte Messung vom 29. März nur noch 3,4 Bq/l an. "Das ist weit unter der kanadischen Norm von 10 Bq/l", sagte Starosta.

Der deutsche Atomphysiker Professor Jens Dilling von Kanadas Nationallabor für Teilchen- und Atomphysik in Vancouver bestätigt die Schlussfolgerung seines Kollegen: "Die Radioaktivität aus Japan hat zu keiner Zeit ein gesundheitliches Risiko bedeutet. Ein Besuch beim Zahnarzt mit ein paar Röntgenaufnahmen bringt eine höhere Strahlenbelastung mit sich." Um das verstrahlte Wasser sorgt sich nun auch Südkorea.

Topics
Schlagworte
Japan (439)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Darum will Maria Rehborn unbedingt Landärztin werden

Studentin Maria Rehborn möchte Landärztin werden in den Bergen werden – ein Portrait. mehr »

Welches Wasser in die Nasendusche?

In unserem Trinkwasser tummeln sich viele Erreger. Forscher haben nun getestet, mit welcher Methode Nasenduschen-Wasser behandelt werden sollte, um diese abzutöten. mehr »

Die Rückkehr des Badearztes

Eine Medizinerin bringt die Region Wiesbaden ins Schwitzen: als einzige Badeärztin der Gegend. Der "Ärzte Zeitung" erklärt sie, warum sie Treppen steigen lässt statt eines EKGs – und wie sie 75 Patienten an ihrer Zunge erkannte. mehr »