Ärzte Zeitung, 27.10.2015

Fukushima

Soldaten bei Evakuierung verstrahlt

TOKIO. Viereinhalb Jahre nach der Havarie des Meilers Fukushima Daiichi hat die japanische Regierung Ergebnisse von Strahlenmessungen bei Evakuierungshelfern veröffentlicht. Demnach waren 38 Prozent der insgesamt knapp 3000 Soldaten, Feuerwehrleute und Polizisten Strahlungswerten ausgesetzt, die über der jährlich zulässigen Dosis von 1 Millisievert liegen.

Wie die Regierung in Tokio am Montag mitteilte, wurde bei 5 Prozent dieser Helfer eine Dosis von 5 bis 10 Millisievert gemessen. Die Helfer waren von 12. bis 31. März 2011 bei der Evakuierung von Einwohnern in einem 20-Kilometer-Radius um das AKW im Einsatz. Die Daten stammen von Dosimetern, die die Helfer während ihres Einsatzes getragen haben.

Das Erdbeben und der Tsunami zerstörten am 11. März 2011 das Atomkraftwerk, mehr als 100 000 Menschen mussten aufgrund der Strahlenbelastung ihre Häuser verlassen. (dpa/maw)

[27.10.2015, 23:12:55]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Wie kann man nur "verstrahlt" bei mehr als 1 mSv in einer Ärtezeitung schreiben???
Im Schwarzwald strahlt es seit Jahrtausenden jährlich über 10 mSv (bis zu 15).
Das wird die Folge haben, dass diese Arbeiter eine verminderte Krebsrate und eine erhöhte Lebenserwartung haben.
(ein deutscher Arzt darf jedes Jahr beruflich bis 2 mSv verstrahlt werden)

Fukushima hat endgültig den Sinn und den Kern der Antiatombewegung ad absurdum geführt,
weil es hier trotz viel zitiertem Super Gau unbestreitbar keinen einzigen Strahlentoten gegeben hat.
Diese Antiatombewegung war ursprünglich einmal berechtigt, weil die Amerikaner Atomreaktoren ausschließlich zur Herstellung von Atombomben entwickelten,
die dann natürlich überflüssigerweise auch eingesetzt werden mussten.
Der große Fehler in Japan war allerdings die überflüssige und damit völlig unverantwortliche Massenevakuierung, die zahlreiche Tote verursacht hat.

Demonstrieren sollte man bitte ausschließlich gegen Atombomben, z.B. amerikanische in Deutschland, was haben die hier verloren; aber nicht gegen zukunftsträchtige friedliche Stromerzeugung, die wohl langfristig keine echte Alternative hat,
egal ob da Deutschland mitmacht, oder den Strom nur noch aus dem Ausland teuer importiert. zum Beitrag »

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