Ärzte Zeitung, 17.12.2011
 

GEW beklagt mangelnde Chancengleichheit

NEU-ISENBURG (eb). Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat darauf hingewiesen, dass die Frage der Chancengleichheit auch zehn Jahre nach PISA nicht gelöst sei.

"Mangelnde Chancengleichheit ist die offene Wunde des deutschen Schulsystems, die immer noch eitert, so die GEW in einer Mittelung. Politik und Kultusministerkonferenz (KMK) hätten mit ihren Aktivitäten großenteils auf das falsche Pferd gesetzt.

"Schwerpunkte sind nicht richtig definiert worden, die Bundesländer haben sich mit Maßnahmen wie der Schulzeitverkürzung verzettelt, die zu mehr Bildungsgerechtigkeit überhaupt nichts beitragen", heißt es weiter.

Die Folge: Es sei in Deutschland nicht gelungen, die enge Kopplung von sozialer Herkunft und Schulerfolg, aufzulösen.

Gut 20 Prozent der 15-jährigen Schüler können nicht ausreichend lesen und rechnen, um in Beruf und Alltag zu bestehen, so eine GEW-Schulexpertin.

Topics
Schlagworte
Schule (689)
Organisationen
KMK (40)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Überlebensvorteil bei Übergewicht nur ein Trugschluss?

Übergewicht ist ein kardiovaskulärer Risikofaktor, doch wer schon eine entsprechende Erkrankung hat, lebt länger. Stimmt dieses "Adipositas-Paradox" vielleicht gar nicht? mehr »

Digitalisierung – Ärzte zwischen Hoffnung und Ernüchterung

Viele Ärzte im Krankenhaus verbinden mit der Digitalisierung die Hoffnung auf Arbeitserleichterungen. Zugleich beklagen sie mangelhafte Vorbereitung und Umsetzung, so eine Umfrage. mehr »

Oh, Britannia! Was hat der "Brexismus" aus dir gemacht?

Von wegen Tea Time, Queen und Linksverkehr: Nicht nur der Blick der Briten auf die EU hat sich geändert. Umgekehrt blicken auch Menschen weit außerhalb Europas inzwischen mit Unverständnis auf die Insel. mehr »