Direkt zum Inhaltsbereich

Vibrierende Platte hält Rumpf- und Beinmuskeln fit

BERLIN (gvg). Ein zweimal tägliches Muskeltraining mit einer vibrierenden Fußplatte kann bei immobilisierten Menschen den Abbau der Muskulatur verhindern. Das zeigt die BedRest-Studie, deren Ergebnisse jetzt vorliegen.

Veröffentlicht:

In der Untersuchung am Zentrum für Muskel- und Knochenforschung der Charité in Berlin mußten insgesamt 20 Freiwillige acht Wochen lang im Bett liegen. Es war nicht erlaubt, aufzustehen oder die unteren Extremitäten zu bewegen. Lediglich Armaktivität war gestattet.

Die Hälfte der Probanden trainierte Beine und Rumpf zweimal täglich für wenige Minuten mit dem Apparat Space-Galileo. Es handelt sich um ein für den Einsatz in der Schwerelosigkeit konzipiertes Trainingsgerät, eine vibrierende Fußplatte, die in axialer Richtung nach unten weggedrückt werden muß. Der Rest der Freiwilligen verbrachte die zwei Monate ohne körperliches Training.

"In der Gruppe, in der trainiert wurde, blieb die in einem Sprungtest ermittelte, maximale Kraft nach acht Wochen in der Horizontalen konstant. In einigen Fällen nahm sie durch das Training sogar zu", sagte Studienleiter Professor Dieter Felsenberg. In der Kontrollgruppe war die durchschnittliche maximale Muskelkraft nach acht Wochen dagegen um zehn Prozent geringer als zuvor.

Finanziert wurde die Studie, bei der jeder Teilnehmer 5000 Euro erhielt, von der Europäischen Weltraumbehörde ESA. Dort werden Methoden gesucht, wie auf Weltraumflügen verhindert werden kann, daß es bei den Astronauten zu Muskel- und Knochenatrophie kommt.

Mehr zum Thema

Kleine konkrete Schritte

So lassen sich Patienten zu mehr Therapieadhärenz motivieren

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzbericht 2026

Das sind die aktuellen Trends in der Herzmedizin

Personalisierte mRNA-Therapien

Verheißungsvolle RNA-Krebsimpfstoffe: Wo steht die Forschung gerade?

ASS und P2Y12-Inhibitoren

So geht die Plättchenhemmer-Therapie in der Praxis!

Lesetipps
Eine Ärztin tropft Allergielösung auf den präparierten Unterarm einer Patientin für den Pricktest.

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Steigende Prävalenz

Allergiediagnostik: Dos und Don’ts für die Hausarztpraxis