Ärzte Zeitung, 05.11.2008

Privatkliniken fordern Impulse für Krankenhausbau

MÜNCHEN (sto). Im Kampf gegen die Rezession und den drohenden Abschwung könnten im Krankenhausbau wichtige Impulse gesetzt werden.

Darauf hat der Vorsitzende des Verbandes der Privatkrankenanstalten in Bayern (VPKA), Herbert Pichler, in München hingewiesen.

In den Schubladen der Ministerien lägen fertige Bauprogramme, die nur noch finanziert werden müssten, erklärte Pichler bei einer Jubiläumsveranstaltung zum 60jährigen Bestehen seines Verbandes. Tatsächliche richte die Politik jedoch ihren Blick auf andere Wirtschaftszweige. "Wenn die Automobilindustrie hustet, reagiert die Politik sofort", erklärte Pichler.

Auf der anderen Seite werde der Krankenhausbereich durch unsinnige Entscheidungen "stranguliert". So habe erst jüngst die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeifer, gefordert, im Gesundheitswesen müsse die "Notbremse" gezogen werden, um den einheitlichen Beitragssatz von 15,5 Prozent zu stabilisieren, kritisierte Pichler.

Dem Verband der Privatkrankenanstalten in Bayern gehören derzeit 165 Einrichtungen im Akut- und Rehabereich mit etwa 40 000 Mitarbeitern an.

Zusammen mit dem Baden-Württembergischen Verband ist der VPKA der größte im Bundesverband Deutscher Privatkrankenanstalten.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »