Ärzte Zeitung, 14.07.2009

"KVen tragen Mitschuld an Nachwuchsmisere"

BERLIN (dpa). Der Chef des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, hat die Selbstverwaltung mitverantwortlich für den drohenden Mangel an Hausärzten gemacht. Die Hausärzte würden von KVen und Ärztekammern im Vergleich zu Fachärzten "permanent benachteiligt" und als Störenfriede angesehen, sagte Weigeldt der "Frankfurter Rundschau".

Bei Studenten habe es sich herumgesprochen, "dass es lukrativer ist, sich als Facharzt niederzulassen". Deshalb fehle nun der Nachwuchs. Weigeldt forderte eine Reform des Medizinstudiums. Die Ausbildung an den Universitäten blende das Fach Allgemeinmedizin weitgehend aus. Mit weniger Bürokratie und "vernünftigem Honorar" könne der Beruf Hausarzt attraktiver gemacht werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »

Rettungsgasse blockieren kostet 320 Euro

Länderkammer verschärft die Bußgeldhöhe, wenn Rettungsgassen nicht beachtet werden. mehr »

Palliativmedizin erfordert Zusatzqualifikation

Die Debatte um die Verpflichtung von Hausärzten zur Zusatzausbildung in Palliativmedizin schlägt hohe Wellen. In der KBV-Vertreterversammlung am Freitag wurde KBV-Vize Hofmeister nun grundsätzlich. mehr »