Ärzte Zeitung, 06.06.2010

Transplantationen: Ein Zentrum für alle Organe in München

MÜNCHEN (sto). Das Klinikum der Universität München hat am Standort Großhadern ein Transplantationszentrum in Betrieb genommen, in dem alle Kompetenzen auf diesem Gebiet zusammengefasst sind.

Das Transplantationszentrum München ist nach Angaben der Universität das erste seiner Art in Deutschland. Es umfasse alle Organe, also Niere, Leber, Herz, Lunge, Herz-Lunge, Pankreas, Inselzellen, Dünndarm sowie Multiorgantransplantationen und biete Patienten mit Organerkrankungen im Endstadium sowie bei wiederholten Transplantationen eine umfassende Betreuung, hieß es zur Eröffnung.

Die Einrichtung ist darüber hinaus in Kooperation mit dem Deutschen Herzzentrum München das einzige Zentrum für Herztransplantationen in Südbayern und für Lungentransplantationen in ganz Bayern. Die neue Einrichtung schaffe außerdem die Voraussetzungen für eine künftige Zusammenarbeit der beiden Münchner Universitäten mit dem Ziel eines gemeinsamen Transplantationszentrums.

Im Zentrum werden die Ambulanzen zur Betreuung von Patienten, die auf der Warteliste stehen oder der Nachsorge bedürfen, zusammengefasst. Durch Bündelung von Expertise und Koordination der Forschung werde das Zentrum "zu einer noch besseren Versorgung der betroffenen Patienten führen", erklärte der Leiter des Transplantationszentrums, Professor Bruno Meiser.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Marathon geht Amateuren richtig ans Herz

Wer sich als Amateur an einen Marathon wagt, ist trotz regelmäßigen Trainings kardial gefährdet. Studienautoren geben einen Tipp, um das Herz nicht so stark zu belasten. mehr »

Bei jedem Zweiten wirkt der ärztliche Rat

Stress vermeiden, mehr Sport treiben und Abnehmen zählen zu den Klassikern bei den guten Vorsätzen, wie eine Hitliste zeigt. Wenn der Arzt dazu auffordert, macht das vielen Patienten Beine, berichtet die DAK. mehr »

„Das ist keine Propagandaschlacht“

Einige Passagen im geplanten Termineservice- und Versorgungsgesetz stoßen Ärzten sauer auf. Im Interview erläutern die drei KBV-Vorstände, warum sie zuversichtlich sind, dass sich Änderungen noch durchsetzen lassen. mehr »