Ärzte Zeitung, 21.09.2010
 

Mehr Geld für HIV-Prävention in NRW?

KÖLN (iss). Die Aids-Hilfe Nordrhein-Westfalen hofft darauf, dass die neue rot-grüne Landesregierung die Fördermittel für die HIV-Präventionsarbeit erhöht. "Wie auf der Bundesebene müssen auch in NRW mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden", sagte der Landesgeschäftsführer der Organisation Dirk Meyer. Die Aids-Hilfe NRW feiert in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen.

Meyer bezeichnete es als positives Signal, dass der Koalitionsvertrag von SPD und Grünen ein Signal für Emanzipation, Partizipation und Antidiskriminierungsarbeit setze und eine Stärkung von Zielgruppen und niedrigschwelligen Angeboten in der Aidshilfe vorsehe. "Allerdings hat es in den vergangenen fünf Jahren erhebliche Einschränkungen und Defizite im Bereich der Drogenselbsthilfe und der schwulen Infrastruktur gegeben", sagte Meyer.

Er forderte mehr Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote im Strafvollzug. "Dazu muss die Substitution in allen Justizvollzugsanstalten ausgebaut und durchgängig angeboten werden."

Nach Angaben von Meyer haben die Mitarbeiter der Aidshilfe in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr 317 000 Menschen mit primärpräventiven Maßnahmen erreicht. Davon richteten sich mit 176 000 mehr als die Hälfte an junge Menschen bis 21 Jahren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gegen Husten taugen Medikamente wenig

Abwarten und Tee trinken, mehr wollen US-Experten gegen erkältungsbedingten Husten nicht empfehlen. Allenfalls etwas Honig bei Kindern halten sie noch für geeignet. mehr »

Erst krebskrank, dann Hypertoniker

Überlebende von Krebserkrankungen in der Kindheit tragen ein erhöhtes Hypertonierisiko: Im Alter von 50 Jahren sind 70 Prozent betroffen. mehr »

Macht das Stadtleben krank?

Stadtluft kann Schizophrenie begünstigen, glauben Wissenschaftler. Ein Chefarzt der Charité fordert deshalb eine Public-Mental-Health-Strategie für urbane Räume. mehr »