Ärzte Zeitung, 03.10.2011

Kommentar

Zeichen der Zeit erkannt

Von Christian Beneker

Ein niedersächsisches Ärztenetz namens "Genial" plant, einen eigenen Heimarzt anzustellen. Damit soll die Versorgung der alten Patienten verbessert werden, und mehr als 15 hausärztliche Kollegen werden durch den vom Netz angestellten Kollegen entlastet. Möglich machte diese Versorgung ein Strukturvertrag zwischen der KV Niedersachsen und den Krankenkassen des Landes.

Die Idee der Ärzte ist lobenswert. Denn erstens haben die Kolleginnen und Kollegen im emsländischen Lingen die Zeichen der Zeit erkannt und selbst beherzt gehandelt. Immerhin sind im Emsland derzeit 25 Prozent aller Menschen über 60 Jahre alt, so die Statistiker. Damit ist klar, dass immer mehr Patienten in Heimen leben werden.

Zweitens haben sie als Ärztenetz ein versorgungspolitisches Zeichen gesetzt. Es sagt: Die Kooperation von Netz-Kollegen funktioniert, wenn sie ihre Zusammenarbeit entschlossen genug voran treiben.

Lesen Sie dazu auch:
Niedersächsisches Ärztenetz stellt eigenen Heimarzt an

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

In Deutschland gibt es"weder Hölle noch Paradies"

Die Lebensumstände in Deutschland sind weitgehend gleichwertig - gemessen an 53 Indikatoren, die etwa Gesundheit, Arbeit und Freizeit berücksichtigen, so der "Deutschland-Report". mehr »

Wenn Welten aufeinandertreffen

Die urologische Versorgung in Ghana findet nur sehr eingeschränkt statt. Der Verein "Die Ärzte für Afrika" unterstützt sechs Kliniken vor Ort – eine Herzensangelegenheit. mehr »

Schlaganfall im Schlaf – Wann ist Thrombolyse möglich?

Liegt der Symptombeginn bei Schlagfall einige Stunden zurück, kommt eine Thrombolyse eigentlich nicht infrage. Forschern ist es nun gelungen, Patienten für die Therapie auszuwählen, auch ohne den Zeitpunkt des Insults zu kennen. mehr »