Ärzte Zeitung, 18.01.2012

Acht Prozent mehr für die Kinder- und Jugendhilfe

WIESBADEN (fst). Für die Kinder- und Jugendhilfe haben Bund, Länder und Gemeinden im Jahr 2010 rund 28,9 Milliarden Euro ausgegeben, hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt.

Ohne Gebühren und Teilnahmebeiträge waren es noch 26,3 Milliarden Euro, ein Plus von 8,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009. Etwa 62 Prozent der Ausgaben (17,8 Milliarden Euro) entfielen auf die Kindertagesbetreuung, 9,9 Prozent mehr als 2009.

Rund ein Viertel der Bruttoausgaben flossen in Hilfen zur Entziehung (Vollzeitpflege, Heimerziehung, betreutes Wohnen), fünf Prozent in die Jugendarbeit (1,6 Milliarden Euro).

Stark zugenommen haben die Ausgaben für "vorläufige Schutzmaßnahmen". Dazu zählt die Herausnahme von Kindern aus Familien, wenn das Kindeswohl akut gefährdet ist.

Die Ausgaben für diesen Posten stiegen von 145 auf 165 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 13,5 Prozent.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie kommen Ärzte an benötigte Grippe-Vakzinen?

Gesundheitsminister Spahn hat die rechtliche Grundlage gelegt, Grippe-Impfstoffe unter Ärzten auszutauschen. Aber wie geht das vonstatten? Darüber scheint Unklarheit zu herrschen. mehr »

Mit Pflege-Ko-Pilot Gewalt vermeiden

Etwa 1,5 Millionen Menschen werden zu Hause ohne Hilfe von Profis gepflegt. Überforderung, Vernachlässigung und nicht selten auch Gewalt sind die Folgen. Jetzt wird über Hilfe für die Helfer nachgedacht. mehr »

Mehr Handhygiene in Kita – weniger Atemwegsinfekte

Handhygieneprogramme in Kitas, bei denen Desinfektionsmittel eingesetzt werden, tragen offenbar dazu bei, Atemwegsinfekte bei unter Dreijährigen deutlich zu verringern. mehr »