Ärzte Zeitung, 02.02.2012

Medizin-Bachelor an European Medical School kommt voran

Der Gesetzentwurf der niedersächsischen Landesregierung ist jetzt für die Anhörung der Verbände freigegeben. Bereits im kommenden Wintersemester sollen die ersten Medizinstudenten in Oldenburg starten können.

Medizin-Bachelor an European Medical School kommt voran

Die Uni Oldenburg bietet ab dem Wintersemester 2012/2013 ein Medizin-Bachelor-Studium an.

© Carl von Ossietzky Universität

HANNOVER (cben). Der erste Bachelor-Master-Studiengang für Medizin an der "European Medical School" (EMS) ist einen weiteren Schritt voran gekommen.

Die niedersächsische Landesregierung hat am 31. Januar den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung hochschulrechtlicher Vorschriften zur Anhörung der Verbände freigegeben. Bereits Ende vergangenen Jahres hat der niedersächsische Landtag im Doppelhaushalt 2012/13 rund 46 Millionen Euro für die EMS eingestellt.

"Die ersten Sachausgaben sind bereits verfügt", sagte ein Sprecher des Kultusministeriums der "Ärzte Zeitung". Jetzt wurden auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Umsetzung der EMS geschaffen.

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) erklärte: "Die European Medical School ist ein Leuchtturmprojekt für den Nordwesten unseres Landes."

Das vom Wissenschaftsrat im Jahr 2010 positiv begutachtete Konzept der EMS sieht die Einrichtung eines grenzüberschreitenden, gemeinsamen Medizinstudienganges der Universitäten in Oldenburg und im niederländischen Groningen vor.

Entweder Staatsexamen oder Bachelor/Master

Die Studierenden können wahlweise mit dem Staatsexamen an der Uni Oldenburg oder dem Bachelor/Master der Universität Groningen abschließen. Als Uniklinik schließen sich die drei Oldenburger Krankenhäuser - die Städtischen Kliniken Oldenburg, das Pius-Hospital und das Evangelische Krankenhaus - zusammen.

"Mit dem Gesetzentwurf wird die für die Umsetzung des Kooperationsmodells erforderliche Ergänzung des niedersächsischen Hochschulgesetzes geschaffen", so die Landesregierung.

Damit kann die Universität Oldenburg ab dem Wintersemester 2012/2013 jährlich 40 Studierende im Fach Humanmedizin ausbilden. Die weitere Zusammenarbeit zwischen der Universität Oldenburg und den an Forschung und Lehre beteiligten Krankenhäusern sowie der Universität Groningen wird in Kooperationsvereinbarungen geregelt, hieß es.

Topics
Schlagworte
Politik & Gesellschaft (84421)
Organisationen
European Medical (43)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Häufiger Anaphylaxie unter Erdnuss-Immuntherapie

Schlechte Nachrichten für Patienten mit Erdnuss-Allergie: Einer Meta-Analyse zufolge traten unter einer oralen Immuntherapie bei Kindern deutlich mehr allergische Reaktionen auf. mehr »

Unterschiedliche Positionen zur Impfpflicht

Im internationalen Vergleich steht Deutschland in Sachen Masern-Impfschutz gar nicht so schlecht da. Ein Grund, sich auszuruhen, ist das nicht, meinen Ärztevertreter. Doch wie weit sollte eine Impfpflicht gehen? mehr »

Honorar für Leichenschau soll mehr als verdoppelt werden

Eine Arztstunde für rund 220 Euro: Gesundheitsminister Jens Spahn plant eine Neubewertung der Leichenschau in der GOÄ ab 2020. Bei den Ärzten stößt er damit auf Gegenliebe. mehr »