Ärzte Zeitung online, 02.03.2012

Bundesrat pro künstliche Befruchtung

BERLIN (dpa). Paare mit unerfülltem Kinderwunsch sollen von den Kosten einer künstlichen Befruchtung stärker entlastet werden.

Dies sieht ein Gesetzentwurf des Landes Mecklenburg-Vorpommern vor, den der Bundesrat am Freitag in Berlin billigte.

Danach sollen die gesetzlichen Kassen statt der derzeit geltenden 50 Prozent künftig 75 Prozent für Maßnahmen einer künstlichen Befruchtung übernehmen.

Der saarländische Bundesratsminister Andreas Storm (CDU) sagte, der Wunsch, Kinder zu bekommen, dürfe nicht am Geld scheitern.

Sein hessischer Kollege Michael Boddenberg (CDU) wies darauf hin, dass etwa 15 Prozent in unserer Gesellschaft ungewollt kinderlos blieben. Er lehnte es ab, die Förderung von Paaren an Einkommensgrenzen zu koppeln.

Damit die Kassen nicht auf den Mehrkosten sitzen bleiben, soll der Bund diese nach dem Willen der Länder übernehmen. Nun muss sich der Bundestag mit dem Gesetzentwurf befassen.

Nach Vorstellungen von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) sollen sich Bund und Länder an den Mehrkosten beteiligen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »