Ärzte Zeitung, 05.08.2013
 

Kommentar zum Landarzt

Eigeninitiative ist gefragt

Von Dirk Schnack

Es gibt viele gute Gründe, sich als Arzt auf dem Land niederzulassen. Welche das sind, sollte jeder Interessent selbst versuchen, herauszufinden. Jede Region bietet andere Möglichkeiten, Chancen, aber auch Hürden, die es vielleicht 50 Kilometer weiter nicht gibt.

Die Bedingungen vor Ort sind so individuell und vielfältig, dass es keine allgemeingültigen Antworten geben kann. Dennoch ist der Wunsch einer jungen Ärztin, die auf einer Versammlung des Hartmannbundes von der ländlichen Praxis überzeugt werden wollte, mehr als verständlich.

Häufig wissen junge Mediziner zu wenig über die ärztlicheTätigkeit auf dem Land. Trotz vieler Initiativen und Kampagnen der KVen ist vielen unbekannt, wo und welche Fördermittel angeboten werden und wer sie als Ansprechpartner für einen beruflichen Wechsel des Partners unterstützt.

Und es ist mühsam, die Kommune zu finden, die für ärztliche Tätigkeit ideale Bedingungen bietet.

Klar ist aber auch: Keine Kommune kann anfragenden Ärzten jede gewünschte Infrastruktur bereitstellen. Kein Verband und keine Körperschaft können jungen Ärzten alles abnehmen und jede Information hinterher tragen.

Ein Mindestmaß an Eigeninitiative und Interesse ist erforderlich und sollte jungen Ärzten auch weiterhin zugemutet werden. Wer das ablehnt, ist als Praxisinhaber falsch aufgehoben.

Lesen Sie dazu auch:
Ärzte aufs Land: Die Suche nach den Argumenten

[06.08.2013, 01:31:09]
Johann Gruber 
Höheres Einkommen auf dem Land
Wie im Beitrag "750 Patienten im Quartal sind ideal" in der ÄrzteZeitung vom 20.09.2012 anklingt, bieten Hausarztpraxen im ländlichen Raum aufgrund der meist höheren Patientenzahlen entsprechend größere Verdienstmöglichkeiten als Praxen in Ballungszentren, die wegen des größeren Ärzteangebots durchschnittlich weniger Patienten verzeichnen. zum Beitrag »

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