Ärzte Zeitung, 07.02.2017

Genitalverstümmelung

Bundestag will Mädchen besser schützen

BERLIN. Die Aufnahme von Flüchtlingen führt dazu, dass sich Behörden in Deutschland stärker als bisher mit dem Phänomen der weiblichen Genitalverstümmelung auseinandersetzen müssen.

Darauf hat der Staatssekretär im Jugend - und Familienministerium Dr. Ralf Kleindiek am Montag, dem Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung, in Berlin hingewiesen. Er präsentierte Ergebnisse einer vom Ministerium in Auftrag gegebenen Untersuchung: Demnach leben in Deutschland rund 48.000 Frauen mit entfernten oder verletzten äußeren Geschlechtsorganen. Zwischen 1600 und 5700 Mädchen seien davon bedroht.

Der Bundestag berät derzeit eine Änderung des Passgesetzes. Demnach soll bei Verdacht ganzen Familien die Pässe entzogen werden. So soll verhindert werden, dass hier lebende Mädchen im Ausland beschnitten werden. Betroffen sind in Deutschland vor allem Mädchen aus Eritrea, Irak, Somalia, Ägypten und Äthiopien. (af)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Diese Akuttherapie lässt Hypertoniker Berge erklimmen

Wenn Hypertoniker in großen Höhen kraxeln, steigt ihr Blutdruck viel stärker an als bei ähnlicher Belastung auf tieferem Niveau. Eine Akuttherapie kann dagegen helfen, berichten Ärzte. mehr »

Nach Laborreform - Alte EBM-Nummer, aber neue Fallen für den Bonus

So viel hat sich bei den Ausnahme-Kennnummern im Labor zum 1. April gar nicht geändert. Doch ihre Wirkung auf Laborkosten ist völlig anders als bisher. Lesen Sie am Beispiel des Diabetes, wie Sie neue Fallen im Labor vermeiden. mehr »

Neue MS-Medikamente für weniger Schübe und weniger Behinderung

Wie innovative Medikamente und neue Behandlungsrichtlinien die Therapie bei MS optimieren – das ist ein Schwerpunkt beim Kongress der Europäischen Neurologen in Lissabon. mehr »