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Kindergesundheit

Pädiater fordern mehr Forschung

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WEIMAR. Die Forschung in der Kinder- und Jugendmedizin wird in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern durch die Politik vernachlässigt. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte fordert daher ein Forschungszentrum Kindergesundheit, das auch hierzulande die Forschungsaktivitäten bündeln und übergeordnete Schwerpunkte setzen sollte.

Es sei unverständlich, dass trotz bereits bestehender sechs interdisziplinärer Forschungszentren die Pädiatrie weiter ausgespart werde, kritisierte BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach kürzlich. Dies gelte umso mehr, da gerade in der Kinder- und Jugendmedizin das Erkrankungsspektrum ausgesprochen vielfältig sei und zudem auch seltene Erkrankungen im Vergleich zu anderen Arztgruppen eine überdurchschnittliche Rolle spielten. Um allerdings auf all diesen Feldern der Pädiatrie eine hochqualifizierte Diagnostik und Therapie garantieren zu können, müssten Behandlungsstandards, Qualität, die Ausbildung und Personalressourcen ständig auf den Prüfstand kommen.

Ein Forschungszentrum Kindergesundheit, mit dem auch international Impulse gesetzt werden könnten, hält der Präsident des Berufsverbandes daher für unverzichtbar. (ras)

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