Ärzte Zeitung online, 22.08.2017

Thüringen

Finanzielle Unterstützung für Gehörlose

ERFURT. In Thüringen sollen gehörlose Menschen künftig mit einem Sinnesbehindertengeld finanziell unterstützt werden. Nach einem Gesetzentwurf der rot-rot-grünen Landesregierung sollen sie rückwirkend zum 1. Juli 2017 monatlich 100 Euroerhalten. In Thüringen leben knapp 2000 Gehörlose. Sie haben laut Sozialministerin Heike Werner (Linke) einen Mehrbedarf für Leistungen, die von der GKV nicht übernommen werden. Das gelte etwa für die Kosten für Gebärdendolmetscher. Thüringen schließe mit dieser Leistung, die Gehörlosen mehr Teilhabe ermöglichen solle, zu Sachsen und Sachsen-Anhalt auf, so das Ministerium. Jährlich sollen für diese Leistung 2,2 Millionen Euro im Landeshaushalt zur Verfügung stehen. (zei)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nicht immer geht's sofort zum Arzt

20- bis 50-jährige Patienten in Deutschland sind offenbar leidensfähig. Denn sie verschieben den Arztbesuch oft um Wochen oder Jahre, obwohl sie Beschwerden haben. mehr »

Zusätzliche Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll für bestimmte Arztgruppen eingeführt werden. mehr »

Bei Meniskusriss nicht vorschnell operieren

Ärzte sollten bei Meniskusrissen nicht gleich eine arthroskopische Operation einleiten. Oft kommen Betroffene auch mit Gymnastik und Physiotherapie zum Ziel. mehr »