Ärzte Zeitung online, 03.01.2012

Pharmabranche rechnet 2012 mit rund 20 neuen, innovativen Medikamenten

BERLIN (maw). Im laufenden Jahr könnten mehr als 20 neue Medikamente auf den deutschen Markt kommen, lautet die Prognose des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller (vfa).

Nach Angaben von vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer entfalle rund ein Viertel der neuen Präparate auf Onkologika, wobei der Fokus auf Lungen-, Schilddrüsen-, Knochen-, Haut- oder Nierenkrebs, sowie auf verschiedenen Leukämien und Lymphomen liege.

Drei neue Antibiotika sollen Bakterien bekämpfen, die gegen ältere Mittel resistent oder von jeher schwer zu therapieren sind.

Gegen HIV dürfte laut vfa unter anderem ein weiteres Medikament herauskommen, das alle für eine wirksame Therapie nötigen Wirkstoffe in sich vereinigt.

Ein Drittel Orphan-Drugs

Neue Vakzine könnten die Meningokokken-Prophylaxe verstärken. Zur Behandlung von Patienten mit Diabtes mellitus Typ 2 stehe ab 2012 möglicherweise eine neue Klasse von Medikamenten zur Verfügung, die den Blutzuckerspiegel senken, indem sie überschüssigen Zucker über den Harn ausleiten.

Rund ein Drittel der innovativen Arzneien widmet sich laut vfa den seltenen Erkrankungen wie Mukoviszidose oder Sehnerv-Neuropathie und Infektionen bei Frühchen.

"Hier zeigt sich die Entschlossenheit der Pharma-Unternehmen, auch für solche Krankheiten therapeutische Lösungen zu entwickeln, die nicht mit einem großen Absatzmarkt verbunden sind", kommentiert Fischer.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Herpesviren könnten mit einer Alzheimererkrankung zusammenhängen. Eine Reaktivierung der Viren könnte die Krankheit befeuern. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »