Ärzte Zeitung, 13.11.2012

Apotheken

Faxe gegen Rabatt

STUTTGART. Die Apotheker wollen mit Blick auf die dicken Polster der Krankenkassen ein finanzielles "Sonderopfer" nicht länger tragen.

Der auf 2,05 Euro erhöhte Rabatt, den sie pro abgegebenem Medikament an die gesetzlichen Kassen abführen, müsse auslaufen, forderte der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) am Montag in Stuttgart.

Zwei Tage vor der Verhandlungsrunde mit den Kassen in Berlin starteten die Apotheker in mehreren Bundesländern eine Protest-Fax-Aktion.

"Massenhaft fordern wir so die Kassen auf, die Belastung der Apothekerschaft wieder auf ein angemessenes und gerechtes Maß zurückzufahren", sagte LAV-Präsident Fritz Becker.

An der Aktion beteiligen sind neben dem Südwesten das Saarland, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.

Am Mittwoch verhandeln die Apotheker mit den gesetzlichen Kassen über die Höhe des Rabatts. Für die Apotheker ist ein Rabatt von 1,75 Euro Verhandlungsgrundlage, wie vor der Einführung des "Sonderopfers" vor zwei Jahren. (dpa)

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