Ärzte Zeitung, 24.04.2013

Pille Danach

SPD und Linke wollen Rezeptfreiheit

BERLIN. SPD und Linke fordern, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit das Medikament mit dem Wirkstoff Levonorgestrel (LNG) rezeptfrei abgegeben werden kann.

Somit könnten Frauen die "Pille danach" in einer Apotheke erhalten, auch ohne zuerst einen Arzt zu konsultieren. Entsprechende Anträge der Fraktionen im Bundestag werden am Mittwoch in einer Expertenanhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages beraten.

Mit der "Pille danach" auf LNG-Basis könne eine ungewollte Schwangerschaft nach einem Anwendungsfehler einer Verhütungsmethode oder nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit großer Sicherheit vermieden werden, heißt es in dem Antrag der SPD-Fraktion.

Rezeptfreiheit für die Pille danach existiere bereits weltweit in 79 Staaten. In dem Antrag der Linksfraktion heißt es, dass die Verschreibungspflicht unnötige Hemmnisse bei der Beschaffung der "Pille danach" aufbaue. Dabei wirke diese am effektivsten, wenn sie so schnell wie möglich eingenommen werde. (sun)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nicht immer geht's sofort zum Arzt

20- bis 50-jährige Patienten in Deutschland sind offenbar leidensfähig. Denn sie verschieben den Arztbesuch oft um Wochen oder Jahre, obwohl sie Beschwerden haben. mehr »

Bei Meniskusriss nicht vorschnell operieren

Ärzte sollten bei Meniskusrissen nicht gleich eine arthroskopische Operation einleiten. Oft kommen Betroffene auch mit Gymnastik und Physiotherapie zum Ziel. mehr »

Sinken die Konnektor-Preise?

Wie werden sich die Preise für den Anschluss an die Telematikinfrastruktur entwickeln, wenn dann vier Konnektoren auf dem Markt sind? Die Selbstverwaltung hofft auf sinkende Preise - doch ob das so kommt, ist fraglich. mehr »