Ärzte Zeitung, 23.06.2015

Rabattmedikamente

Patienten lehnen selten Austausch ab

BERLIN/STUTTGART. Die AOK Baden-Württemberg hat Aussagen widersprochen, die Versicherten würden überwiegend den Austausch eines Medikaments im Zuge der Rabattverträge ablehnen.

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hatte kürzlich die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage vorgestellt. 52 Prozent der Befragten hatten sich danach dagegen ausgesprochen, dass ihre gewohnte Dauermedikation gegen ein wirkstoffgleiches Präparat getauscht wird.

Aus Sicht der AOK stehen diese Ergebnisse "im krassen Gegensatz zur Versorgungsrealität". Die Kasse spricht von einer "fast ausnahmslosen Akzeptanz" der Rabattverträge.

So hätten zwischen Mai 2014 bis April 2015 AOK-Versicherte nur in bundesweit 1974 Fällen "auf die wirtschaftlichen Vorteile der Rabattverträge" verzichtet. Sie wählten das verordnete Arzneimittel selbst aus und trugen die Mehrkosten.

Im gleichen Zeitraum seien sieben Millionen Packungen rabattierter Medikamente an AOK-Versicherte abgegeben worden. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »

Vorsicht vor E-Mail-Anhängen und Links!

Die meisten Cyber-Angriffe laufen über das elektronische Postfach - daher ist ein gesundes Misstrauen bei jeder E-Mail wichtig, betont Sven Weizenegger. Der Profi-Hacker gibt im Interview Tipps, worauf zu achten ist. mehr »