Ärzte Zeitung online, 09.05.2017

Erstattungspreis

Erstmals Einigung für Epilepsiemittel

BERLIN/MONHEIM. UCB hat sich mit dem GKV-Spitzenverband auf einen Erstattungsbetrag für sein neues Antiepileptikum Brivaracetam (Briviact) geeinigt. Damit, heißt es, sei erstmals seit Einführung der frühen Nutzenbewertung mit anschließender Preisverhandlung durch das AMNOG 2011 ein Erstattungsbetrag für ein Antiepileptikum ausgehandelt worden. Frühere Innovationen mit gleicher Indikation wurden vom Markt genommen: So trat etwa GlaxoSmithKline Mitte 2012 gar nicht erst zu Preisverhandlungen an, nachdem Retigabin (Trobalt) kein Zusatznutzen attestiert wurde. 2013 verzichtete Eisai nach ungünstiger Nutzenbewertung auf den Vertrieb seines Perampanel (Fycompa®).

Der GBA hatte im August 2016 Brivaracetam ebenfalls keinen Zusatznutzen bescheinigen wollen. Als zweckmäßige Vergleichstherapie waren etliche neuere und ältere Antiepileptika zugelassen. UCB hatte indirekte Vergleiche mit Lacosamid und Eslicarbazepin eingereicht. (cw)

Topics
Schlagworte
Arzneimittelpolitik (7472)
Organisationen
GlaxoSmithKline (1145)
UCB (343)
Wirkstoffe
Lacosamid (34)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Strategie zur Künstlichen Intelligenz gefasst

Die Bundesregierung will Deutschland fit für die Künstliche Intelligenz machen. Dazu hat das Kabinett jetzt Eckpunkte einer Strategie beschlossen. Gesundheit ist ein zentrales Thema. mehr »

Oft wird gechattet mit dem Arzt

Das bundesweit beachtete Telemedizin-Modellprojekt DocDirekt in Baden-Württemberg kommt gut an, berichtet die KV. Besonders Männer nutzten das Angebot zur Fernbehandlung bisher. mehr »