Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar – Leitlinienkompetenz

Dialog statt Konfrontation

Helmut LaschetVon Helmut Laschet Veröffentlicht:

In keinem anderen Therapiegebiet klaffen die Auffassungen über den Nutzen von Innovationen, aber auch über Interventionsgrenzen so weit auseinander wie in die Diabetologie. Hier stehen sich die Deutsche Diabetes Gesellschaft einerseits und die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft andererseits gegenüber. Das irritiert nicht nur Ärzte, sondern inzwischen auch Selbstverwaltungskörperschaften wie den Bundesausschuss, dessen Leiter der Abteilung Arzneimittel, Thomas Müller, die Kontroverse als einzigartig für die medizinische Fachwelt bewertet und einen Dialog mit dem Ziel einer Befriedung anmahnt.

Dass ein solcher Dialog fruchtbar sein kann, zeigte Ende vergangener Woche das dritte Symposion "Diabetes 2030", das Novo Nordisk in der dänischen Botschaft organisiert hat. Seit Mitte der 2000er Jahre und beim Start der frühen Nutzenbewertung 2011 war das Verhältnis zwischen IQWiG/GBA und Industrie/Diabetes Gesellschaft feindselig und emotionalisiert. Das hat sich inzwischen entspannt. Dazu beigetragen haben einerseits der Dialog der Beteiligten, aber auch Forschungsanstrengungen wie etwa aufwendige Studien, die mehr Aufschluss über die Langzeitwirkung moderner Antidiabetika geben.

Lesen Sie dazu auch: GBA mahnt Dialog der Fachgesellschaften an: Welche Diabetes-Leitllinie darf's sein?

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

G-BA-Beschluss

Heriditäres Angioödem: Geringer Zusatznutzen für Donidalorsen

Das könnte Sie auch interessieren
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Exotisches Streetfood

Reisediarrhö: „Durchgegart“ muss nicht viel heißen

Lesetipps