Ärzte Zeitung online, 27.08.2018

Betäubungsmittel

Arzneimittel nur in kleinen Packungen rezeptieren

SAARBRÜCKEN. Angesichts der steigenden Zahl von Drogentoten setzt sich das saarländische Gesundheitsministerium für eine restriktivere Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente an Süchtige ein. Staatssekretär Stephan Kolling (CDU) erklärte, die Rechtsmedizin habe bei den Drogentoten in der Regel Mischkonsum von mehr als fünf verschreibungspflichtigen Medikamenten festgestellt. Im Saarland spielten dabei Antidepressiva eine deutlich größere Rolle als in den anderen Bundesländern.

Kolling forderte "ein Umdenken im Verschreibungsverhalten". Bei Doppeldiagnosen sollten die Drogenkonsumenten keine Großpackungen von rezeptpflichtigen Medikamenten erhalten.

Weiter sprach sich der CDU-Politiker für eine Stärkung und größere Wertschätzung der Substitutionsärzte aus. Zudem müssten mehr Arbeitsgelegenheiten und Wohnungen für ältere Drogenabhängige sowie so genannte Cleanbereiche geschaffen werden, in denen Konsumenten nicht mit Händlern in Kontakt kommen. (kud)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »