Ärzte Zeitung, 06.07.2015
 

Honorar

Bereinigung des Budgets für ASV festgelegt

Die Betreuung von Patienten über die Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung wird extrabudgetär vergütet. Die Regeln für die Bereinigung des Budgets stehen für die ersten Indikationen jetzt fest.

BERLIN. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben sich im Bewertungsausschuss auf die Budgetbereinigung für ASV-Patienten geeinigt. Das hat die KBV am Ende der vergangenen Woche gemeldet.

Die Einigung bezieht sich auf Patienten mit Tuberkulose sowie mit Gastrointestinalen Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle. Eine Bereinigung des Bugets ist wie bei Patienten in Selektivverträgen erforderlich, damit die Krankenkassen die Behandlung von Patienten nicht doppelt bezahlen.

Es sei die durchschnittliche Leistungsmenge beschlossen worden, die ein Patient mit einer dieser Diagnosen im Jahr 2012 in der vertragsärztlichen Versorgung erhalten hat.

Nicht zu Lasten der fachärztlichen Versorgung

In die Berechnungen seien aber nur solche Leistungen eingeflossen, so die KBV, die jetzt in der ASV angeboten werden. Bei den onkologischen Erkrankungen seien zudem ausschließlich schwere Verläufe berücksichtigt worden.

"Damit ist klar, dass die Krankenkassen nur für die Leistungen Honorar aus der Gesamtvergütung entnehmen dürfen, die jetzt in der ASV durchgeführt werden", sagte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen laut Mitteilung.

So sei sichergestellt, dass die Bereinigung nicht zu Lasten der fachärztlichen Versorgung gehe.

Für die Tuberkulose wurde aufgrund der geringen Fallzahl ein bundesweit einheitlicher Wert von 93 Euro je Patient ermittelt. Bei den gastrointestinalen Tumoren falle die durchschnittliche Leistungsmenge je Patient regional unterschiedlich aus.

Um welche Gesamtsumme die Gesamtvergütung am Ende bereinigt wird, hängt von der Anzahl der ASV-Patienten ab.Die KBV habe erreicht, dass die Gesamtvergütung maximal um den Betrag zu verringern ist, der in den Vorjahren für die Behandlung dieser Patienten in der ambulanten Versorgung verwendet wurde, heißt es weiter in der Mitteilung.

Steige in der ASV später die Zahl der Patienten, müssten die Krankenkassen die Kosten vollständig übernehmen.

Für die Indikationen Tuberkulose und gastrointestinale Tumoren gibt es seit etwa einem Jahr die Möglichkeit, Patienten in der Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) mit sektorübergreifenden Ärzteteams zu betreuen. Bis jetzt haben sich allerdings nur wenige ASV-Teams gebildet. (ger)

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