Ärzte Zeitung online, 11.12.2015

Zi-Analyse

Ärztemangel hat wenig mit der Verteilung zu tun

KVen können nach wie vor Sicherstellung: Diese These stützt das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) mit einer Studie über die regionale Verteilung von Ärzten.

BERLIN. Niedergelassene Ärzte sind in Deutschland eher gleichmäßig verteilt - der Ärztemangel ist nicht Folge einer ungleichen Verteilung. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi).

Nimmt man die Ärztedichte je 100.000 Einwohner, dann bilden Freiburg und der Landkreis Landshut auf ganz Deutschland gesehen die Extrempunkte: In der Stadt im Breisgau ist die Ärztedichte fünf Mal höher verglichen mit dem Landkreis in Bayern.

Doch diese Ungleichverteilung ist gering verglichen beispielsweise mit kommunalen Investitionen, die zentral sind für die Qualität der Daseinsvorsorge in einer Kommune: Im Landkreis München liegen diese Investitionen je Einwohner 21 Mal höher als in Wilhelmshaven.

Fazit des Zi: Vergleicht man das Ergebnis der Bedarfsplanung mit anderen Faktoren der kommunalen Daseinsvorsorge, dann weist die Ärztedichte die geringsten regionalen Unterschiede aus. (fst/ths)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Wo und wann sich Patienten im Krankenhaus wohlfühlen

Die Bertelsmann Stiftung hat untersucht, wo Patienten ihren Klinikaufenthalt am besten bewerten. Dabei fanden die Analysten interessante Zusammenhänge heraus. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »