Ärzte Zeitung online, 15.08.2017
 

Westfalen-Lippe

Zahl der angestellten Ärzte stark gewachsen

KÖLN. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) verzeichnet einen deutlichen Anstieg bei der Zahl der angestellten Ärztinnen und Ärzte im niedergelassenen Bereich. Im Jahr 2016 hat ihre Zahl um 16,4 Prozent auf 2757 zugenommen. Die Zahl der in eigener Praxis tätigen Ärztinnen und Ärzte ist dagegen weiter gesunken. Ende 2016 waren in dem Kammerbereich 10.555 Ärztinnen und Ärzte niedergelassen, das waren 1,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Von ihnen waren 336 gleichzeitig belegärztlich im Krankenhaus tätig.

Nach dem gerade veröffentlichten Bericht 2016 des Kammervorstands waren 30,6 Prozent der insgesamt 43.493 Ärzte in Westfalen-Lippe (plus 1,9 Prozent) ambulant tätig. 43,8 Prozent arbeiteten in einer stationären Einrichtung, ihre Zahl legte um 2,1 Prozent auf 19.062 zu. 8875 Kammermitglieder waren Ende vergangenen Jahres ohne Berufstätigkeit, die meisten von ihnen waren im Ruhestand.

Lediglich 940 Ärztinnen und Ärzte waren im vergangenen Jahr arbeitslos gemeldet, das war ein Rückgang um 3,9 Prozent. In Behörden und Körperschaften waren 861 beschäftigt (minus 2,0 Prozent). Eine sonstige ärztliche Tätigkeit übten 1383 aus, 3,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die ÄKWL verzeichnete 2016 in Westfalen-Lippe einen weiteren Anstieg um 6,1 Prozent bei der Zahl der Ärztinnen und Ärzte mit ausländischer Staatsangehörigkeit auf mittlerweile 6320. Von ihnen war mit 76 Prozent der weit überwiegende Teil im Krankenhaus tätig. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Es kommt Schwung in die Entwicklung neuer Psychopharmaka

Bald könnte es einen Schub für die Entwicklung neuer Psychopharmaka geben. Denn Forscher finden immer mehr über die Entstehung psychischer Erkrankungen heraus. mehr »

Spielt Krebs eine Rolle beim plötzlichen Kindstod?

Ein plötzlicher Kindstod bei einer unbekannten neoplastischen Erkrankung ist selten, aber kommt vor. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. mehr »

Patienten sollen Verdacht auf Nebenwirkung melden

Alle europäischen Arzneimittelbehörden fordern in einer gemeinsamen Kampagne Patienten auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. mehr »